Mobilitätskonzept für Salzburg fehlt weiterhin
Liniennetzreform hinter verschlossenen Türen.

Die Stadt Salzburg konkretisiert ihre Pläne für die Reform des Buslinienetzes – ohne Mobilitätskonzept und ohne echte Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Die geplante Umstellung der Obus-Linie 8, weg von der Neuen Mitte Lehen, sorgt bereits jetzt für Widerstand vor Ort – eine Bürgerinitiative sammelt Unterschriften. Besonders kritisch: Die erst 2012 errichtete Oberleitung bei der Neuen Mitte Lehen soll künftig ungenutzt bleiben.
„Hier wird ein Puzzleteil verschoben, ohne dass das große Bild überhaupt existiert. Wer Verkehrspolitik hinter verschlossenen Türen macht und Millioneninvestitionen einfach stehen lässt, betreibt keine Planung, sondern Aktionismus. Salzburg braucht endlich ein echtes Mobilitätskonzept, bevor Entscheidungen fallen, nicht danach", so NEOS Gemeinderat Lukas Rupsch. „Vor der Sommerpause soll noch schnell ein neuer Liniennetzplan durchgewinkt werden, zu dem es von der zuständigen Stadträtin nie Informationen gab – stattdessen bekommt man einen fertigen Amtsbericht auf den Tisch gelegt. Dabei handelt es sich um ein Thema, das mit allen Parteien diskutiert werden muss. Hinzu kommt, dass niemand weiß, was das Mobilitätskonzept beinhaltet, da es erst Ende des Jahres vorgestellt werden soll. Ob diese Liniennetzreform überhaupt Teil eines Gesamtkonzepts ist oder nicht, lässt sich derzeit gar nicht beurteilen", kritisiert Rupsch.
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