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Ein weiterer Sommer mit zahlreichen Reisebussen in der Innenstadt

„Die Lösung liegt auf der Hand und ist keineswegs neu – sie wurde von der zuständigen Stadträtin bereits öffentlich angepriesen, bleibt jedoch bislang ohne Umsetzung. Dass dennoch nichts weitergeht, kann ich mir nicht erklären“, so NEOS‑Gemeinderat Lukas Rupsch.

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Verlegung der Bus-Haltestellen Paris-Lodron-Straße und Nonntal

Die Stadt Salzburg steht vor einem weiteren Sommer mit massivem Reisebusverkehr in der Innenstadt. Obwohl sich die Stadtregierung in ihrem Arbeitsprogramm klar zur Entlastung bekannt hat, fehlt bislang jede konkrete Umsetzung. Damit ist schon jetzt absehbar, dass sich die Situation im kommenden Sommer nicht verbessern wird.

Im vergangenen Jahr fuhren rund 25.000 Reisebusse in die Salzburger Innenstadt ein und aus. Das entspricht durchschnittlich rund 70 Reisebussen pro Tag, die zusätzlich zum ohnehin stark belasteten Verkehrsaufkommen mit jeweils bis zu vier Fahrten pro Bus die Straßen belasten – insgesamt rund 100.000 Fahrten pro Jahr. Dabei liegt eine praktikable Lösung längst auf der Hand.

Durch die Verlegung der Bus-Haltestellen Paris-Lodron-Straße und Nonntal zum Messezentrum, inklusive einer raschen Errichtung geeigneter Sanitäranlagen vor Ort, könnten diese Haltestellen im innerstädtischen Bereich aufgelassen werden. Reisebusse würden damit direkt von der Autobahn zum Messezentrum fahren. Von dort aus könnten Touristinnen und Touristen bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gelangen – ohne zusätzlichen Stau im Zentrum.

„Die Lösung liegt auf der Hand und ist keineswegs neu – sie wurde von der zuständigen Stadträtin bereits öffentlich angepriesen, bleibt jedoch bislang ohne Umsetzung. Dass dennoch nichts weitergeht, kann ich mir nicht erklären“, so NEOS‑Gemeinderat Lukas Rupsch.

Besonders unverständlich ist die Verzögerung auch deshalb, weil sich die Stadtregierung dieses Vorhaben selbst ins Arbeitsprogramm geschrieben hat. „Der Wunsch nach einer Verlagerung der Reisebusse steht schwarz auf weiß im Arbeitsprogramm der Stadtregierung. Am politischen Willen kann es also nicht liegen – vielmehr scheint es an der langsamen Umsetzung durch die Stadt zu scheitern“, kritisiert Rupsch. "Hier sehe ich auch einen klaren Nutzen für die Stadt, eine Drop‑off‑Gebühr für Touristenreisebusse einzuführen, mit der sowohl der Erhalt der Anlaufstelle als auch die Kontrolle der Busse refinanziert werden können." 

Um Klarheit zu schaffen und den nötigen Druck aufzubauen, haben wir NEOS eine Anfrage eingebracht. „Mit unserer Anfrage wollen wir aufzeigen, wie weit die Arbeiten tatsächlich fortgeschritten sind – oder ob dieses Vorhaben weiterhin nur eine unverbindliche Zeile in einem Arbeitsübereinkommen bleibt, die nicht weiterverfolgt wird“, so Rupsch abschließend.

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