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Mogelpackung Energie-100er

Die scheinheiligste Förderung der Stadt Salzburg kostet 2026 eine halbe Million Euro.

Im heutigen Sozialausschuss soll der sogenannte Energie-100er für das Jahr 2026 verlängert werden. Diese Förderung kommt zusätzlich zur 250-Euro-Energieunterstützung des Landes und gilt für Personen mit Hauptwohnsitz in der Stadt Salzburg. Dafür nimmt die Stadt rund eine halbe Million Euro in die Hand und rechnet mit etwa 5.000 Haushalten, die diese Unterstützung in Anspruch nehmen werden.

„Die Stadt verteilt mit dem Energie-100er Geld, das die Menschen aufgrund der weiterhin hohen Strom- und Energiekosten unmittelbar wieder an die Salzburg AG zurücküberweisen müssen. Dieses scheinheilige Verteilen von Geld sucht seinesgleichen und stellt keine echte Entlastung dar. Als Gesellschafter der Salzburg AG erhält die Stadt jährlich rund 20 Mio. Euro vom Gewinn. Statt einmalige Almosen an ausgewählte 5.000 Personen zu verteilen, sollte sich die Stadt bei der Salzburg AG für günstigeren Strom und eine direkte Entlastung aller Salzburgerinnen und Salzburger einsetzen," so Lukas Rupsch. 

Als 31-prozentige Miteigentümerin der Salzburg AG und mit Vertretung in deren Aufsichtsrat ist die Stadt in der Verantwortung, sich endlich für eine ehrliche und nachhaltige Kostensenkung für alle Salzburger:innen einzusetzen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass von einem Gewinn von rund 20 Mio. Euro im vergangenen Jahr lediglich eine halbe Million Euro als scheinheilige Sozialmaßnahme an einen kleinen Teil der Bevölkerung zurückgegeben wird.

„Wir sprechen uns daher, wie bereits in den letzten Jahren, klar gegen den Energie-100er aus und fordern stattdessen eine Entlastung, die direkt beim Anbieter Salzburg AG ansetzt, um allen Salzburgerinnen und Salzburgern dauerhaft günstigeren Strom zu ermöglichen," betont Rupsch.

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