4 Jahre Krieg in der Ukraine: Ein Kommentar von NEOS Salzburg
Als Vladimir Putin am 24. Februar 2022 den russische Angriffskrieg gegen die Ukraine startete, endete der Frieden, den wir in Europa für selbstverständlich gehalten hatten.

© pixabay/Dusan_Cvetanovic
Wir – die in Österreich leben – können uns nicht ausmalen, unter welch furchtbaren Bedingungen die Menschen in der Ukraine seit mittlerweile vier Jahren leben. Wir können uns den Schmerz nicht vorstellen, den Eltern fühlen, wenn ihre Töchter und Söhne im Krieg fallen. 87.000 tote ukrainische Soldaten, 86.000 Vermisste sowie 4.460 ukrainische Kriegsgefangene in Russland sind nur eine vorsichtige Schätzung dieser bitteren Realität.
Wir können uns nicht vorstellen, was es heißt, dass weite Teile des Landes – aufgrund russischer Angriffe – ohne Strom und damit auch ohne Wasser und Heizung sind. Seit Wochen wird die ukrainische Hauptstadt tagtäglich mit russischen Angriffen übersät, und seit Tagen sind in Kiew 1.100 Gebäude ohne Heizung. Das ist die Realität.
Wir können uns auch nicht vorstellen, was es heißt, das eigene Land verlassen zu müssen, so wie es Millionen Menschen aus der Ukraine getan haben. Wir können uns das Leid nicht vorstellen, aber wir sehen es Tag für Tag in den Nachrichten. Es gibt kaum einen Krieg, der so gut dokumentiert ist wie dieser, und trotzdem missbrauchen Populisten in ganz Europa und in Österreich dieses Leid, um Ängste zu schüren und tagtäglich Falschinformationen zu verbreiten. Statt die Fakten zu benennen und zu sagen, dass Russland diesen Krieg begonnen hat und auf unmenschliche Weise jeden Tag weiterführt, beschuldigen sie die Ukraine, für diesen Krieg verantwortlich zu sein. Damit verbunden ist ihre Forderung, die Ukraine nicht mehr unterstützen. Was passiert, wenn der Westen der Ukraine nicht mehr hilft, wenn wir der Ukraine nicht mehr helfen und sie den Krieg verliert? Die Ukraine würde aufhören zu existieren!
Wir haben die Verpflichtung, über die Wahrheit zu sprechen. JA, der für diesen Krieg verantwortliche heißt Wladimir Putin. Und NEIN: Ukrainerinnen und Ukrainer wandern nicht in unser Sozialsystem ein: Von 4.000 ukrainischen Flüchtlinge können bereits 70% für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen.
Dank der linken und rechten Populisten schauen viele Menschen mittlerweile weg und meinen, dass dieser Krieg sie nichts angeht. Die Wahrheit sieht anders aus. Wir dürfen nicht wegschauen, so wie es der Westen 2014 getan hat, als sich Russland die Krim unterworfen hat. Die Ukrainerinnen und Ukrainer kämpfen in diesem unbarmherzigen Krieg nicht nur für ihr Land sondern für ganz Europa und damit auch für uns. Willy Brandt sagte einst: „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.“ Denn das ist es, was sich die 39 Millionen Menschen in der Ukraine sehnlich wünschen - Frieden.
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