Versagen des Aufsichtsrats bei der Bestellung der Geschäftsführung nun offensichtlich.
Mit dem heutigen Bekanntwerden der Trennung zwischen der Stadt Salzburg und der Geschäftsführerin der Tourismus Salzburg GmbH (TSG) ist klar: „Der SPÖ-Bürgermeister und die Aufsichtsratsvorsitzende Hannelore Schmidt gestehen damit ein, bei der Bestellung der Geschäftsführung im Tourismusbereich versagt zu haben.“, so NEOS Gemeinderat Lukas Rupsch.

TSG braucht Neuaufstellung
„Die Probleme bei der TSG sind seit Monaten offenkundig, wurden aber konsequent ignoriert. Jetzt ist es höchste Zeit für ein grundlegendes Umdenken“, betont Lukas Rupsch.
Interne Konflikte traten in den vergangenen Monaten immer wieder offen zutage – durch öffentliche Aussagen von TSG-Mitarbeiter:innen ebenso wie durch Kündigungen von hochrangigem Führungspersonal. Heute wurde bekannt, dass sich die aktuelle Geschäftsführerin der TSG einvernehmlich von der Stadt trennen wird. „Die Haltbarkeit der TSG Geschäftsführerinnen sinkt somit nach zwei Jahren Schönhuber auf ein Jahr Kassner – gespannt darf man sein, ob die folgende Geschäftsführung ein halbes Jahr überstehen wird“, so Lukas Rupsch.
„Der Bürgermeister und insbesondere die Aufsichtsratsvorsitzende Hannelore Schmidt haben all das bis jetzt ignoriert und die offensichtlichen Probleme ausgesessen“, kritisiert NEOS-Gemeinderat Lukas Rupsch. „Das überrascht wenig, denn beide sind als Entscheidungsträger direkt verantwortlich für die Bestellung der Geschäftsführerin und haben nun – nach nur einem Jahr – einen massiven Erklärungsbedarf.“
Die TSG werde von der Stadtpolitik seit Jahren kaum ernsthaft kontrolliert. „Die TSG gilt offenbar als unantastbar – Transparenz ist dort nach wie vor ein Fremdwort“, so Rupsch. Besonders deutlich habe sich das zuletzt bei der Preiserhöhung des Paracelsusbades gezeigt, die ohne Information des Aufsichtsrats beschlossen wurde. Dieser zeigte sich medial dann überrascht und betroffen.
Für NEOS ist klar: „Es besteht dringender Klärungsbedarf seitens des Bürgermeisters und des Aufsichtsrates, was im Jahr 2025 alles schiefgelaufen ist und wie der dadurch entstandene Schaden wieder gutgemacht werden kann. Ebenso sehen wir die Möglichkeit, die Aufgabenverteilung und die Ausgaben der TSG umfassend zu überprüfen und, wenn nötig, neu aufzustellen. Diese Gelegenheit ist jetzt da – und sie darf nicht erneut vertan werden.“
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