
NEOS Salzburg: Unterstützung für Kinder darf nicht an Landesgrenzen scheitern
NEOS präsentieren eigenes Mobilitätskonzept für Salzburg.

Salzburg soll nicht mehr vom Stau regiert werden. NEOS Salzburg stellen ein eigenes Verkehrskonzept vor, das sich am erfolgreichen „Circulation Plan" der belgischen Stadt Gent orientiert.
NEOS Salzburg fordern ein Umdenken in der städtischen Verkehrspolitik. „Wir wollen den Verkehr auf den Kopf stellen – und das meinen wir wörtlich", erklärt Gemeinderat Lukas Rupsch. „Die derzeitige Verkehrspyramide muss sich drehen: Salzburg soll eine Stadt sein, in der es am attraktivsten ist, zu Fuß und mit dem Rad unterwegs zu sein, und in der ein gutes Öffi-System im Vordergrund steht."
Stadtregierung lässt Verkehrskonzept vermissen
Hintergrund der Initiative ist das Fehlen eines echten Verkehrskonzepts seitens der Stadtregierung. „Die Stadtregierung lässt uns weiterhin auf ein wirkliches Verkehrskonzept warten. Wir wollen deshalb endlich aufzeigen, welche Möglichkeiten diese Stadt verpasst", so Rupsch. Über den Sommer habe man mit zahlreichen Salzburgerinnen und Salzburgern gesprochen, für die das Thema Verkehr eine tägliche Belastung darstellt. „Uns war klar: Bloßes Kritisieren bringt wenig. Deshalb ist es uns wichtig, ein greifbares Konzept vorzulegen."
Vorbild Gent: Der „Circulation Plan"
Als Vorbild für Salzburg dient der sogenannte Circulation Plan der Stadt Gent. Dort wurde die Innenstadt in sechs Sektoren sowie eine große autofreie Fußgänger- und Radzone eingeteilt. Wer mit dem Auto von einem Sektor in einen anderen fahren möchte, muss den äußeren Stadtring nutzen – eine direkte Durchfahrt zwischen den Zonen ist für den motorisierten Individualverkehr nicht mehr möglich. Fußgänger:innen, Radfahrer:innen, Busse und Trams können hingegen weiterhin direkt fahren.
Die Ergebnisse in Gent sprechen für sich:
Die positiven Effekte haben dazu geführt, dass Gent das Modell mittlerweile auf sechs weitere Stadtviertel ausweitet.
Was das für Salzburg bedeuten würde:
„Die vorliegende Studie zeigt in einem ersten Ansatz auf, welche Möglichkeiten ein solches Konzept für Salzburg eröffnen würde. Sie versteht sich als Diskussionsgrundlage und ersten Schritt – wir werden das Thema in den kommenden Monaten weiterverfolgen und gemeinsam mit Expert:innen sowie der Bevölkerung weiter vertiefen. Uns war es wichtig, mit einer ersten Machbarkeitsstudie die Diskussion über dieses Konzept zu stärken – das ist uns gemeinsam mit den Expert:innen von Artgineering mit dieser Studie gelungen."
Nach dem Vorbild von Gent schlagen NEOS auch für Salzburg einen Circulation Plan vor. Durch die gezielte Unterbrechung des Kfz-Durchgangsverkehrs an ausgewählten Knotenpunkten bliebe die Erreichbarkeit aller Ziele weiterhin gewährleistet – gleichzeitig entstünde Raum für neue Qualitäten:
„Der Radverkehrsanteil kann in Salzburg in Richtung 30 Prozent steigen. Gleichzeitig gewinnen wir mehr Platz für aktive Mobilität, Aufenthaltsqualität und blau-grüne Infrastruktur", so Rupsch. Und der Umweltverbund wird gestärkt: Weniger Durchgangsverkehr macht öffentlichen Verkehr, Rad- und Fußverkehr sicherer, zuverlässiger und attraktiver, während sich der Kfz-Verkehr auf ein neu organisiertes Straßennetz verteilt. „Der große Vorteil dieser vorwiegend verkehrsorganisatorischen Maßnahmen ist: Sie sind schnell und mit geringem Aufwand umsetzbar, reversibel, skalierbar, multimodal und kosteneffizient – bei gleichzeitig hoher Wirkung. Das macht den Ansatz ideal für Salzburg", betont Rupsch abschließend.

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