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Salzburgs Verkehrspolitik: ein Tropfen auf den heissen Stein

Keine Lösung in Sicht: Salzburg steht weiter im Stau.

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„Die geplante Regelung für den Sommerverkehr lässt den Schluss zu, dass die Stadtregierung das Verkehrsproblem ausschließlich in der Innenstadt verortet und das sogar nur in zwei Monaten. Dass nicht nur die Altstadt vom sommerlichen Verkehrsaufkommen betroffen ist, wird weiterhin ausgeblendet, obwohl insbesondere die umliegenden Wohngebiete unter Stau und hohem Verkehrsaufkommen leiden. Ein Blick nach Lehen, ins Nonntal oder nach Gnigl genügt, um das zu erkennen“, kritisiert NEOS‑Gemeinderat Lukas Rupsch.

Die Sommerregelung des Bürgermeisters sieht vor, touristischen Pkw‑Verkehr aus der Innenstadt fernzuhalten und dadurch den Verkehr in der Kernzone der Stadt Salzburg zu reduzieren. Für zwei Monate sollen Touristen ihr Auto in den umliegenden Park-and-Ride-Anlagen abstellen und öffentlich in die Stadt gelangen. Die Umsetzung der Maßnahmen soll von der Polizei kontrolliert werden, die jedoch bereits im Vorfeld klargestellt hat, keine dauerhaften Kontrollen einzurichten, wodurch die Umsetzung dieser Regelung weiter in Frage gestellt wird. 

„Mit diesem Vorschlag macht die Stadtregierung einmal mehr deutlich, dass sie sich keine umfassenden Reformen der Mobilität zutraut. Dass mit dem vorgestellten Konzept einige touristische Pkw aus der Innenstadt ferngehalten werden, ist zwar ein positives Signal, welches aber sicher nicht überinterpretiert werden darf. Wer ernsthaft glaubt, dass diese Maßnahme die Verkehrssituation in der Stadt Salzburg spürbar verbessern wird, wird im Sommer eines Besseren belehrt werden“, so Rupsch weiter. „Wer hier von einer Verkehrslösung spricht, vergisst zudem, dass ein Jahr aus zwölf Monaten besteht – und nicht nur aus zwei Sommermonaten." 

NEOS Salzburg fordern seit Langem ein Gesamtkonzept für die Stadt Salzburg, welches alle Stadtteile einbezieht und eine nachhaltige Verkehrsplanung für alle Salzburgerinnen und Salzburger bietet. „Deshalb bringen wir immer wieder den Circulation Plan aus Gent ins Spiel, den wir auch für Salzburg als Vorbild sehen“, betont Rupsch. „Das heute vorgestellte Modell zeigt nicht nur, wie wenig sich die Stadtregierung zutraut, sondern auch, dass sich in der Mobilität für die Salzburgerinnen und Salzburger mit dieser Regierung nichts ändern wird.“

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