Virgilbus

Fotonachweis: Linkes Foto: © NEOS/privat Rechtes Foto: © Mag. Stefanie Schenker, Bezirksblätter Salzburg, 30. November 2014
Fotonachweis: Linkes Foto: © NEOS/privat
Rechtes Foto: © Mag. Stefanie Schenker, Bezirksblätter Salzburg, 30. November 2014

Der Virgilbus bietet Bettlern und Obdachlosen in Salzburg seit Anfang Dezember eine medizinische Notversorgung. Für die Bettler in der Stadt Salzburg war es fast so etwas wie ein Weihnachtsgeschenk. Seit Beginn der Adventzeit steuert der Virgilbus jeden Sonntag jene Quartiere und Plätze an, die stark von Obdachlosen und Bettlern frequentiert werden. Im Bus erhalten sie einfache medizinische Hilfe. “Diese Menschen haben keine Krankenversicherung und eine große Scheu zum Arzt zu gehen” sagt der Mediziner Sebastian Huber. Unser Neos-Gemeinderat hatte die Idee für den Virgilbus und Unterstützer für das Projekt gesucht.

In einem umgebauten Rettungsauto fahren Ärzte, Sanitäter und Dolmetscher nun zu den Unterkünften und beraten und behandeln die Menschen ambulant. Nach den ersten Einsatzmonaten kann Huber schon eine vorläufige Bilanz ziehen: “Die Menschen nehmen unser Angebot immer besser an.” Gelenksbeschwerden, grippale Infekte oder Magenprobleme gehören zu den häufigsten Problemen der Patienten. Noch kommen fast ausschließlich Bettler aus Südosteuropa, gedacht ist der Virgilbus aber für alle Obdachlosen.

Das Projekt wird gemeinsam von der Ärztekammer, dem Roten Kreuz, den Maltesern und Samariterbund betreut. Sie wechseln einander bei der Bereitstellung des Busses und der Fahrer ab. Die Apothekerkammer stellt Medikamente bereit und Ärzte stellen sich ehrenamtlich für den Einsatz zur Verfügung. Huber freut sich über die Einsatzbereitschaft seiner Kollegen.

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