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Transparenzoffensive in Seniorenwohnheimen bringt Mehrwert für Bürger

Sebastian-Huber

 

Transparenzoffensive in Seniorenwohnheimen bringt Mehrwert für Bürger.

Huber: „Stadt muss bei Mängeln genau hinsehen.“

Ich begrüße ausdrücklich die von Vizebürgermeisterin Mag. Anja Hagenauer angekündigte Veröffentlichung der vom Land Salzburg vorgegebenen Empfehlungen zur Optimierung der Pflege in den städtischen Seniorenwohnhäusern. Sie sind insbesondere für die Patientinnen und Patienten ein wichtiger Schritt zu mehr Offenheit und Transparenz. Der ‚Aufsichtsbericht‘ zeigt, dass die Pflege in den städtischen Seniorenwohnheimen ein qualitativ gutes Niveau aufweist“, stellt NEOS Klubobmann und niedergelassener Internist Dr. Sebastian Huber eingangs fest und fügt an: „Trotzdem gilt es bei dem vom ‚Aufsichtsbericht‘ aufgezeigten Mängeln genau hinzusehen und die richtigen Rückschlüsse zu ziehen.“

So hat beispielsweise eine abgelaufene Creme in einer Medikamentenbox nichts verloren. Diesmal war es zum Glück ‚nur‘ eine Creme, das nächste Mal könnte es ein Herz- oder Blutverdünnungsmedikament sein. Die Folgen dabei könnten erheblich sein“, sagt Huber und fügt an: „Dieser Fehler ist insofern ärgerlich, da die Stadt die letzte Tariferhöhung von über 4,2 % in den städtischen Seniorenwohnheimen u.a. mit der Verblisterung bei der Medikamentengebarung argumentierte.“

Ebenfalls wurden Medikamente nicht fachgerecht verabreicht“, weiß Huber. Ein Medikament wurde gemörsert, obwohl dies per Packungsbeilage nicht erlaubt war. „Die aufgezeigten Lücken in der Pflegedokumentation könnten mitunter zu Fehlbehandlungen führen. Es ist unumgänglich, dass die Pflegedokumentation immer lückenlos und einheitlich durchgeführt wird. Die Verantwortung dafür liegt bei den Pflegedienstleitern, diese müssen entsprechend auf das Personal einwirken “, so Huber.

Wir NEOS begrüßen das Palliativpflege-Pilotprojekt im Seniorenwohnheim Nonntal, bedauern aber, dass es die flächendeckende Palliativversorgung in den städtischen Seniorenwohnhäusern noch nicht gibt. Die Palliativmedizin wird immer wichtiger“, sagt Huber und fügt abschließend an: „Sie ermöglicht den Patientinnen und Patienten in ihrer verbleibenden Lebenszeit ein weitgehend autonomes, selbstbestimmtes und von Schmerzen gelindertes Leben. Sie leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität unheilbar kranker Patientinnen und Patienten“.