« Zurück zur Übersicht

Stellungnahme von NEOS Sportsprecher Sebastian Huber zum Stadion in Maxglan



GR 17.09.2014, Austria Salzburg

Sehr geehrte Damen und Herren!
Werte Fans der Salzburger „Austria“!

Als NEOS Sportsprecher möchte ich allen ehrenamtlichen FunktionärenInnen, NachwuchstrainerInnen, Zeug- und PlatzwärtInnen etc. meinen Dank und meine Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Meine Wertschätzung gilt auch der Salzburger Austria, einerseits für ihre Erfolge seit der Neugründung und andererseits für ihre erfolgreiche Jugendarbeit.

Leider konnte der NEOS Gemeinderatsklub dem Antrag der Austria auf Förderung von 1.065.000 Euro aus 2 Gründen nicht zustimmen: Einerseits Nachhaltigkeit und andererseits Eigenverantwortlichkeit.

Nachhaltigkeit: Der Amtsbericht zur Förderung ist für uns NEOS weder räumlich, sportlich noch politisch nachhaltig.

Räumlich:
Der Platz in Maxglan ist für ein bundesligataugliches Stadium ungeeignet. Eine Wohngegend ist kein Ort für ein Fußballstadion. Ebenfalls gibt es kein nachhaltiges Verkehrskonzept. Für uns sind die Ankündigung von möglichen Parkplätzen beim Gebäude der Salzburger Nachrichten zu wenig. Es hätte ein nachhaltiges Verkehrskonzept ausgearbeitet werden müssen. Die Einbindung der Anrainer war mangelhaft. Es stellt sich für NEOS die Frage, warum nicht seit Jahren ein aktiver Dialogprozess mit den Anrainern geführt wurde. Mag.Dr. Windischbauer bestätigte in einem Gespräch mit dem NEOS Gemeinderatsklub, dass es immer wieder Probleme mit den Anrainern gegeben hat. StR Johann Padutsch bringt das Dilemma auf den Punkt wenn er sagt: „Auf Dauer können wir den Standort dort aber schwer halten. Die Akzeptanz für ein eigenes Stadion ist wesentlich geringer“. Unverständlich für NEOS ist, warum er dem Ausbau – trotz seiner Bedenken – dann letztendlich aber zustimmt. NEOS ist sich sicher, dass die gleichen Probleme, wie damals beim Stadion Lehen auftreten werden.

Sportlich:
Ich wünsche der Austria Erfolg und den Aufstieg in die 1. Liga. Die Luft in der 1. Liga ist aber dünn. Unverständlich ist für NEOS, dass SPÖ Klubobmann Auinger sagt, das „diese Investition sinnvoll und zukunftsträchtig“ sei, denn es ist „davon auszugehen, dass die Salzburger Austria in der ersten Liga längerfristig ihr Zuhause findet.“ GR Auinger beweist damit für mich hellseherische Fähigkeiten.

Politisch:
Das Projekt ist politisch nicht nachhaltig. NEOS vermissen von der Politik ein klares Konzept.
Seit der Neugründung im Jahr 2005 nannte die Austria immer den Profifußball als langfristiges Ziel. Spätestens seit 2010 – mit dem erstmalige Aufstieg der Austria in die Regionalliga West – hätte man sich intensiv um ein Stadium-Konzept bemühen müssen.

Eigenverantwortlichkeit:
Auch professionelle Sportvereine müssen eigenverantwortlich handeln, Die von der Austria aufgebrachten Eigenmittel von etwas mehr als € 100.000,- sind zwar erheblich, aber im Vergleich zu der von der Stadt aufzubringenden Mittel von mehr als einer Million Euro, aus der Sicht von NEOS zu wenig.

NEOS fordern: Damit nach dem Schlusspfiff nicht die Salzburger Steuerzahler zum Handkuss kommen, liegt der Ball aus Sicht von NEOS nun bei den verantwortlichen Politikern. Für den Fall des von uns begrüßten Aufstiegs der Austria in die 1. Liga muss die Stadt die Austria kurzfristig intensiv bei der Suche nach einer bundesligatauglichen Spielstätte unterstützen. Das verweisen auf das Bundesligastatut (dahingehend, dass nur 2 Profimannschaften in einem Fußballstadion spielen dürfen) ist für NEOS nicht befriedigend. Im Sinne des Steuerzahlers wäre hier die zuständigen Politiker gefordert ihr Verhandlungsgeschickt unter Beweis zu stellen. Bei anhaltendem und nachhaltigem Erfolg wird die Politik letztendlich nicht umhinkommen, dass sie ein Konzept zum Neubau eines bundesligatauglichen Kleinstadiums für alle Salzburger Sportvereine erstellt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Sebastian Huber
NEOS Sportsprecher