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Stadt und Land müssen aktiv Masernimpflücken in der Bevölkerung schließen

Huber: „Masernimpfungen einzige Möglichkeit einer Erkrankung vorzubeugen.“

GR Sebastian Huber
GR Sebastian Huber

„Masern sind in ganz Europa wieder auf dem Vormarsch. In Salzburg wurden bisher im Jahr 2015 7 Masernfälle registriert. So viele, wie im gesamten letzten Jahr“, stellt NEOS Gesundheitssprecher und Arzt Dr. Sebastian Huber eingangs fest und fügt an: „Alle 7 Masernfälle des vergangenen Jahres traten in der Stadt Salzburg auf. Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte ist die Stadt besonders gefährdet, dass sich einzelne Masernerkrankungen zu einer Masernepidemie entwickeln“, so Huber.

Wirksamer Schutz gegen eine Maserninfektion bietet die Masern-Mumps-Rötelnimpfung: „Die in Österreich für Kinder und Erwachsene kostenlose Masernimpfung ist die einzige Möglichkeit einer Masernerkrankung vorzubeugen. Alle öffentlichen Impfstellen bieten die Masernimpfung kostenlos an“, weiß Huber.

Bereits im März dieses Jahres stellte Huber eine Anfrage an Vizebürgermeister Dipl.-Ing. Harald Preuner, um sich über „Masern-Präventionsmaßnahmen“ und Masernerkrankungen in der Stadt zu informieren: „In den Jahren 2011 bis 2014 wurden im städtischen Gesundheitsamt 451 Masern-Mumps-Rötelnimpfungen durchgeführt. Jedes Jahr stiegen die Anzahl der Impfungen. Das stimmt mich als Arzt grundsätzlich positiv, von einer hohen und durchgängigen Durchimpfungsrate der Salzburger kann jedoch nicht gesprochen werden“, sagt Huber und fügt an: „Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern können ernste Folgen haben. Besonders gefährlich sind Entzündungen des Gehirns, die auch tödlich enden können. Masernerkrankungen müssen möglichst schnell erfasst werden, um sofort nötige Reaktionen und Maßnahmen zur Kontrolle einzuleiten“, so Huber.

Für NEOS steht fest, Stadt und Land sind aufgefordert aktiv die Impflücken in der Bevölkerung zu schließen und einen Maßnahmenplan gegen Masernerkrankungen vorzulegen: „Ich fordere Gesundheitslandesrat Dr. Christian Stöckl und Vizebürgermeister Dipl.-Ing. Harald Preuner auf, aktiv die ‚Werbetrommel‘ für die kostenlose Masern-Mumps-Rötelnimpfung zu rühren und von sich aus in einen aktiven Dialog mit der Bevölkerung über die Folgen von Masernerkrankungen einzutreten“, sagt Huber und fügt abschließend an: „Eine fehlende politische Zuständigkeit ist für mich kein Argument zur politischen Untätigkeit. Information und Sensibilisierung über die Folgen von Masernerkrankungen kann keine Frage der politischen Zuständigkeit sein. Ich appelliere an die Eigenverantwortung der Eltern und werde persönlich jede Möglichkeit nutzen, um die Salzburgerinnen und Salzburger über die Folgen von Masernerkrankungen zu informieren und aufzuklären.“