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Sportlandesrätin Berthold bleibt Antworten zur Austria schuldig – Stadt darf Profisport nicht finanzieren

GR Sebastian Huber
GR Sebastian Huber

„Die Antworten von ‚Sportlandesrätin‘ Mag. Martina Berthold auf meinen offenen Brief zur Öffnung des EM Stadions für die Austria können mit einem Wort zusammengefasst werden: ‚Unbefriedigend‘. Mit typischen Politikerfloskeln und leeren Lippenbekenntnissen bleibt sie viele Antworten schuldig“, stellt NEOS Sportsprecher Gemeinderat Dr. Sebastian Huber eingangs fest und fügt an: „‘Sportlandesrätin‘ Berthold versteckt sich hinter einem Vertrag und sagt sinngemäß, dass man ‚da nichts machen kann‘. Es ist unverständlich, warum – wohl bewusst – die 6-mal jährliche Nutzung des Landes für Großveranstaltungen im EM Stadion verschwiegen wird. Aus der Antwort geht auch hervor, dass Berthold keine eigenen Vorschläge zur Lösung der Stadionfrage besitzt.“

„Anstatt der Austria helfend unter die Arme zu greifen, wurde die Austria in ein unwürdiges ‚Ping-Pong-Spiel‘ zwischen dem Land und der Stadionbetreibergesellschaft hineinzogen. ‚Sportlandesrätin‘ Mag. Berthold und die gesamte Landespolitik zeichneten sich durch ein liebloses Verhalten aus, der den Sportverein zum Bittsteller degradiert“, stellt Huber fest und fügt an: „Aber auch die Austria muss sich an die eigene Nase fassen: Ernsthafte Verhandlungen zur Stadionnutzung in Grödig sind mir nicht bekannt. Hier wurde eine Möglichkeit, Risikospiele zu absolvieren verpasst. Mit 1. Juli 2015 hat die österreichische Bundesliga ihre Statuten dahingehend geändert, dass ein Stadion von zwei Lizenzbewerbern/-nehmern derselben Spielklasse als Heim- oder Ausweichstadion für Bundesliga-Bewerbsspiele genützt werden darf. Das Bundesligastatut ermöglicht somit, dass die Austria in Grödig spielen könnte.“

Zur aktuellen Situation rund um die Salzburger Austria hält NEOS Sportsprecher GR Dr. Sebastian Huber fest: „Ihre internen Probleme muss die Austria selbst lösen. Für uns NEOS steht jedoch fest, dass für den Profifußball kein weiteres Steuergeld mehr von der Stadt aufgewendet werden darf. Bürgermeister Dr. Heinz Schaden hat dies in einer Antwort auf eine Anfrage von mir auch so bestätigt.“ Rückblickend haben sich die Bedenken von NEOS bewahrheitet: „Es ist nicht Aufgabe einer Stadt, den Profisport zu finanzieren. Ich fordere, dass der Bürgermeister im Falle einer Insolvenz die mit 1,06 Millionen Euro finanzierte Tribüne und Fluchtlicht verkauft und den Erlös dem städtischen Breitensport zuführt. In der Stadt Salzburg gibt es auch viele andere Sportvereine, die täglich wertvolle Jugendarbeit leisten und sich eine finanzielle Unterstützung verdient haben“, sagt Huber.