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Salzburgs Wirtschaft wird „Brexit“ spüren

Christoph-Starzer

 

Starzer: „Salzburger Zahlungen nach Brüssel werden sich erhöhen.

Die britischen Bürgerinnen und Bürgern wurden mit zwei Kampagnen konfrontiert, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Statt sachlicher und objektiver Informationen über die Vor- und Nachteile wurde auf Verunsicherung und Demagogie gesetzt. Das Referendum zeigt, wie wichtig eine objektive und sachliche Information der Bürgerinnen und Bürger ist“, kommentiert NEOS Klubobmann Dr. Christoph Starzer in einer ersten Reaktion den Brexit, und ergänzt: „Die Briten haben deutlicher als erwartet für ein Ausscheiden aus der Europäischen Union gestimmt. Camerons politisches Spiel, seine Macht durch die Durchführung eines Referendums zu sichern, kostet der EU und dem Königreich einen hohen Preis. Wir müssen das Votum der Briten zur Kenntnis nehmen, bedauern aber die Entscheidung der britischen Bürgerinnen und Bürger.

Die Folgen des ‚Brexit‘ werden wir auch in Salzburg spüren. Die bereits stattfindende Abwertung des britischen Pfundes und die Wiedereinführung von Zöllen werden zumindest kurzfristig zu einem Rückgang der Ausfuhren nach England führen“, sagt Starzer und fügt an: „Auch der Tourismus wird mittel- und langfristig den ‚Brexit‘ spüren. Ein schwaches Pfund und eine schwächere britische Wirtschaft verteuern nicht nur den Schiurlaub in Zell am See oder den Städtetrip zu den Festspielen nach Salzburg. Viele Briten werden sich weniger leisten können, wenn ihre Wirtschaft unter viel schlechteren Handelsbedingungen zu leiden hat.“

Umgekehrt werden sich für uns die Zahlungen nach Brüssel erhöhen. Großbritannien ist der drittgrößte Nettozahler. Durch sein Ausscheiden werden die bisherigen britischen Zahlungen auf die anderen Nettozahler – darunter auch Österreich – aufgeteilt werden. Die Auswirkungen auf die Salzburger Wirtschaft werden wohl spürbar sein, überschätzen sollte man sie jedoch nicht “, so Starzer und ergänzt: „In Englands Entscheidung liegt eine enorme Chance für die EU. Lernt Brüssel schnell genug, und reformiert sich die EU zu einer starken, geeinten politischen Kraft, die die Interessen der Bürger Europas fördert, dann kann ein Scheitern des Friedensprojektes verhindert werden. Sollte sich die EU jedoch wie bisher in hohem Maße mit sich selbst beschäftigen und bei den Bürgern keine größere Akzeptanz durch ihre Arbeit erreichen, dann war der ‚Brexit‘ erst der Anfang eines Auflösungsprozesses, der am Ende Europa massiv schwächen würde.“