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Salzburger Spitalsärzte werden von der zuständigen Politik für blöd verkauft

Sebastian Huber: „Salzburg droht ein eklatanter Ärztemangel!“

GR Sebastian Huber
GR Sebastian Huber

 

Mit Besorgnis reagiert Gemeinderat Dr. Sebastian Huber, NEOS Gesundheitssprecher und selbst niedergelassener Internist, auf die vorerst gescheiterten Lohnverhandlungen der Salzburger Spitalsärzte mit dem Land Salzburg: „Finanz- und Gesundheitslandesrat‘ Dr. Christian Stöckl behandelt die Salzburger Spitalsärzte weder wertschätzend noch bringt er ihnen den angemessenen Respekt entgegen. Anstatt endlich eine überfällige Entscheidung bei den Lohnverhandlungen zu präsentieren wurde die Angelegenheit durch ihn einmal mehr verschleppt und die Spitalsärzte für blöd verkauft“, sagt Huber.

Unverständlich ist für Dr. Huber, dass die Politik trotz des sich seit Jahren abzeichnenden Ärztemangels weiter schläft und den Ernst der Lage nicht realisiert. „Vor 10 Jahren verließen 53 Fach- und Assistenzärzte die SALK, wobei wiederum 18 – also rund 1/3 dieser Ärzte – vollkommen aus Salzburg weggingen und somit dem Salzburger Gesundheitssystem unwiederbringlich verloren gingen. Im Jahr 2013 verließen 106 Fach- und Assistenzärzte die SALK, wobei 46 – also rund 43,4 Prozent – Salzburg den Rücken kehrten. Es bleiben somit immer weniger Fachärzte in Salzburg“, stellt Huber fest und fügt an: „Die Altersstruktur jener Ärzte, die Salzburg verlassen, ist besorgniserregend. Vor 10 Jahren betrug der Altersdurchschnitt jener Ärzte, die Salzburg unwiederbringlich verloren gingen, rund 40 Jahre. Im Jahr 2013 war dieser Altersschnitt jedoch schon, aufgrund von Perspektivlosigkeit und mangelnder Wertschätzung von Seiten der Politik, auf rund 37 Jahre gesunken. Dieser und mehrere Umstände sollten für die Politik eigentlich ein absolutes Warnsignal sein.“

Die Problemlösung liegt für Dr. Huber auf dem Tisch: „Die Salzburger Spitalsärzte verdienen eine angemessene Entlohnung ihrer Tätigkeit. Das Gehaltsschema des Salzburger Unfallkrankenhauses liegt, wie auch andere Gehaltsmodelle aus anderen Bundesländern, am Tisch, wird aber bedauerlicherweise von der zuständigen Politik ignoriert. Anstatt hier über den Tellerrand zu blicken und langfristig und vorrausschauend zu investieren und die SALK endlich zukunftsfit zu machen, fährt die Landesregierung mit dem Rasenmährer durch die Gesundheitsversorgung und kürzt wo es nur geht. Das hohe Niveau der medizinischen Versorgung der SALK darf nicht auf dem Altar des Sparens geopfert werden“, so Huber abschließend.