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Rückbau von Busbuchten als Schikane für den Individualverkehr

Rößlhuber: Die Verkehrspolitik in der Stadt Salzburg ist gezeichnet von grüner Ideologie.

GR Lukas Rößlhuber
GR Lukas Rößlhuber

Leider ist das so. Dabei wird nach einem einfachen Muster vorgegangen: Das Auto muss den Menschen mit allen Mitteln unattraktiv gemacht werden. Dies hat in der Stadt, die seit Jahrzehnten mit grünem Verkehrszynismus beglückt wird, besonders abstruse Formen angenommen. Den Fahrbahnhaltestellen. Es ist im Trend, nicht mehr Busbuchten zu bauen, sondern Haltestellen auf die Straße zu verlegen. Es wird sogar Geld in die Hand genommen, um bestehende Busbuchten in Fahrbahnhaltestellen umzubauen. Sukzessive. Klammheimlich.

Es wird argumentiert, dass dem öffentlichen Verkehr der Vorrang gegenüber dem Individualverkehr gegeben werden muss und dass eben solche Fahrbahnhaltestellen ein probates Mittel sind, um dies zu gewährleisten. Aber in Salzburg geht man einen Schritt weiter. Man verwendet solche Haltestellen auf der Straße, um absichtlich den (individual-) Verkehr zu behindern, ja zum Stehen zu bringen. Nennen wir ein Beispiel: Die Haltestelle Volksgarten.

Dieser Bereich wurde vor wenigen Jahren umgestaltet und seither zieht der Bus, sei es die Linie 6, 7, oder 12, einen ganzen Rattenschwanz entnervter Autofahrer hinten nach. Die Haltestelle ist genau so konzipiert, dass ein Vorbeifahren mit PKWs unmöglich wird. Fährt die Linie 6 weiter – und man darf als Autofahrer jetzt auch weiter – so währt die Freude nicht lange. Auch bei der nächsten Haltestelle heißt es wieder: Warten. Ein Überholen ist auch hier nicht möglich. Genau dieser Umstand wird in der Verkehrswissenschaft nicht empfohlen, da sich die Leistungsfähigkeit der Straße verschlechtert. Bedenkt man die sowohl die zusätzliche Umweltbelastung als auch den volkswirtschaftlichen Schaden, den die Rückstaus verursachen, so widerspricht die gängige Praxis jeglicher Logik – außer der Logik der Bestrafung.

Die StVO sagt im §96 Abs.5 folgendes: „Wird durch eine Haltestelle des Kraftfahrlinienverkehrs die Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs beeinträchtigt, so hat die Behörde die Verlegung der Haltestelle zu verfügen.“ Wir NEOS finden, dass dies eindeutig auf die Haltestelle beim Volksgarten zutrifft. Wir werden ab sofort Anträge einbringen, durch die wir uns gegen die Schikanierung der Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, zur Wehr setzen.

  • Peter

    Leider ist es anscheinend auch so, dass die Menschen immer noch nicht begreifen, in einem Zentralraum mit sehr beschränktem Platzangebot nicht ihren Fetisch Auto ausleben zu können.
    Mit solchen Aktionen outen sich die Neos als Yuppie- und Zeitgeist-Truppe und sind nicht wählbar.
    Leider – wieder eine Alternative weniger.

  • Michael Trebuch

    Bewegung und Bewegungsmöglichkeit auch in einer kleinen Stadt, ist Teil der Lebensqualität. Seit Jahren wird in Salzburg aber die Infrastruktur um viel Geld verschlechtert, um Verkehr zu vermeiden. Ziel ist nicht Bewegung zu ermöglichen, sondern zu behindern. Auch der öffentliche Verkehr (O-Bus) funktioniert nicht. Daher ist es sehr zu bergrüßen, dass dieses Problem (aktuelle Verkehrspolitik) endlich angegangen wird, und die Lebensqualität in Salzburg nicht weiter durch mutwillige Verkehrsbehinderung und Bewegungseinschränkung gesenkt wird.