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Regionalstadtbahn rückt in weite Ferne

Rößlhuber: „Regionalstadtbahn kann nur auf einer 5-spurigen Alpenstraße geführt werden.“

GR Lukas Rößlhuber
GR Lukas Rößlhuber

In der heutigen Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses wurde die erste Änderung des Bebauungsplans der Grundstufe „Josefiau 41 A2“ mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, Grünen und FPÖ beschlossen. Konkret wurde dieser im Bereich Enzingergasse/Alpenstraße so geändert, dass das dort geplante sechsstöckige Bauwerk bis auf zwei Meter an die Alpenstraße heranrücken darf. Sollte eines Tages die Regionalstadtbahn realisiert werden, so können die bisherigen fünf Fahrspuren (vier Fahrspuren und eine Abbiegespur) in der Alpenstraße nicht weiter geführt werden. Die Trasse einer möglichen Regionalstadtbahn würde den Platz von mehr als einer Fahrspur benötigen.

„Entweder existiert dann nur mehr eine Fahrspur in eine Fahrrichtung, oder die Abbiegespur würde ersatzlos wegfallen. Dies würde bedeuten, dass ein unnötiger Flaschenhals entsteht und sich die Regionalstadtbahn eine Spur mit dem Individualverkehr teilen muss.
Der vorliegende Amtsbericht zeigt einmal mehr, dass Bürgermeister Schaden und Planungsstadtrat Padutsch Beschlüsse des Gemeinderates nach Belieben ignorieren und verwerfen. Denn im Grundsatzamtsbericht zur Regionalstadtbahn aus dem Jahr 2002 wurde vereinbart, alle derzeit auf Höhe der Enzingergasse vorhandenen Fahrspuren zu erhalten“, sagt Rößlhuber und fügt an: „Besonders für den verkehrsintensiven Kreuzungsbereich Alpenstraße/Friedenstraße wäre der Wegfall einer Fahrspur eine verkehrstechnische Katastrophe und würde die Alpenstraße als letzte funktionierende Stadtein- und ausfahrt lahmlegen.“

Unverständlich ist für NEOS Gemeinderat Rößlhuber die Argumentation der zuständigen Politik und des zuständigen Amtes: „Im Amtsbericht steht geschrieben, dass für die Realisierung der Regionalstadtbahn eine durchgängige Breite von mindestens 28 Meter auf langfristige Sicht vorgesehen werden muss. Rechnet man jedoch alle Faktoren – Fahrspuren für PKW, Fahrspur für die Regionalstadtbahn, Gehsteige und Radwege – für die Breite zusammen, so ergibt dies für NEOS eine benötigte Mindestbreite von 29,5 Meter. Die Regionalstadtbahn auf einer vierspurigen Alpenstraße kann somit nur mit erheblichen Behinderungen für den Verkehr gebaut werden, da niemals Platz für Haltestelleneinrichtungen und/oder Seitenabbieger existieren wird“, so Rößlhuber.

Betrachtet man die grüne Verkehrspolitik in Stadt und Land genauer, so lässt sich für NEOS Gemeinderat Rößlhuber jedoch erkennen, warum sowohl Stadtrat Padutsch als auch Landesrätin Dr. Astrid Rössler das vorliegende Projekt mit einer solchen Vehemenz verfolgen: „Als letzte funktionierende Einzugsstraße ist die Alpenstraße Grünen Politikerinnen und Politikern ein Dorn im Auge. Überall auf der Welt wird versucht, den öffentlichen Verkehr und den Individualverkehr zu entflechten, in Salzburg plant man das Gegenteil. Die Grünen scheinen in ihrer chronischen Abneigung gegen PKW vergessen zu haben, dass hier eine einmalige Chance, wirklich langfristig ein Verkehrsproblem lösen zu können, massiv erschwert wurde.“