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Politisch besetztes Management darf es in Zukunft nicht mehr geben

Die alten Pfründeparteien teilen das Land und die Salzburg AG weiter unter sich auf.

 

Christian Dreyer, NEOS Landessprecher Salzburg
Christian Dreyer, NEOS Landessprecher Salzburg

NEOS Landesobmann Christian Dreyer fordert ein rasches Ende von parteipolitischen Postenbesetzungen im operativen Managementbereich der Salzburg AG. „Eine operative Spitze eines Großunternehmens muss neben persönlichen und sozialen Kompetenzen über fachliche Erstklassigkeit sowie methodische Managementkenntnisse verfügen. Eine Aktiengesellschaft mit 2.000 Mitarbeitern darf im 21. Jahrhundert nicht mehr als politisches Jobversorgungsbecken dienen“, erklärt Dreyer.

Auch wenn Salzburg AG Vorstand August Hirschbichler in seinem sogenannten „Verhaltenskodex“ formell keine Vorwürfe zu machen sind, so zeigt dieses Schriftstück doch das Rollenverständnis eines politisch bestellten Managers, den eigenen Zirkel zu „fördern“.

Bei der Salzburg AG ist daher nicht nur die Idee einer sozialistischen „Punktation zum Rollenverständnis von sozialdemokratisch gesinnten Führungskräften“ der SPÖ abzulehnen, sondern genauso das jahrelange Verhalten der ÖVP. Noch die aktuellen Vorstandsposten wurden 2011 nach Parteifarbe und –historie vergeben und nicht nach Erfahrung in der Energie- bzw. Verkehrsbranche, kritisieren NEOS Salzburg. Das muss abgestellt werden. Ein solches Verhalten beschädigt zudem die Reputation des gesamten Unternehmens und deren schuldlose Mitarbeiter. Die Eigentümer der Salzburg AG, sprich Stadt, Land und Energie AG OÖ sind aufgerufen, endlich einen Schlussstrich unter diese Praktiken zu setzen.

Und „Zusammenarbeit fördern, „Gleichheit“, Gerechtigkeit“ oder „Transparenz“, sollte grundsätzlich zu den ehernen Werten jeder Unternehmenskultur zählen.

Neue (Fach)Leute für bessere Öffis.

Aber all die Aufregung über Stellen und Parteieinflussnahme, ist in Wahrheit nur ein grotesker und leider zutiefst österreichischer Nebenschauplatz, in Anbetracht der Tatsache, dass nach Jahren mit zahllosen neuen Busspuren und einem kompletten (verpfuschten) Bahnhofsneubau, Salzburg trotzdem das Öffi-Schlusslicht in Österreich ist, wo nur 14 Prozent der Einwohner das Busangebot benützen. „Wollte man wirklich eine neue Strategie, würde man neue Leute mit neuen Ideen von außen holen, statt „verdiente“ (Partei)Mitarbeiter zu versorgen“, kritisiert Christian Dreyer.

Deshalb braucht es neue politische Kräfte und Ideengeber wie NEOS, die frei sind von parteipolitischen Seilschaften und Verpflichtungen der Vergangenheit und stattdessen an neuen, konkreten Lösungen mitarbeiten können. Nur so können die alten Zöpfe zurückgelassen, und echte Lösungen für die drängenden Probleme der Bürger gefunden werden.

  • Gerhard Hofer

    Als der Salzburger Landesschulrat noch rot war
    war es dort genauso !
    Meine damalige Partnerin, eine hervorragende Physik/Chemie – Lehrerin, die auch in der Privatwirtschaft war, bekam in Salzburg keine Anstellung, weil sie NICHT ROT war ! Sie wurde vom roten Bezirksschulrat bei der Bewerbung diffamiert, weil sie laut Punktekatalog/Zeugnissen usw. sonst auf Platz 1 der Warteliste gekommen wäre !
    ( Obwohl fachlich geprüfte Physiklehrer an Hauptschulen dort vor 5 Jahren dringendst gebraucht worden wären.)
    Sie unterrichtet halt jetzt in einer Privatschule.
    Hilfe bei der AK wegen Nicht-Einhaltung der üblichen Bewerbungsvorgänge seitens des Schulamtes wurde abgelehnt. ( Genossen intervenieren nicht gegen Genossen !)

  • Christian Dreyer

    Lieber Gerhard Hofer,

    ja, leider werden von den Pfründeparteien – gleich ob SPÖ oder ÖVP – noch viele Posten an die „eigenen Leut“ vergeben, statt an die qualifiziertesten. Es ist in den letzten Jahren schon besser geworden, zum Glück, aber um wirklich frei u sein von alten Verpflichtungen braucht es neue Kräfte wie NEOS, die nicht mit einer Schuldenliste von vergangenen Gefälligkeiten im Rucksack unterwegs sind!