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Politik hat aus Problemen mit dem Stadion Lehen nichts gelernt

Rößlhuber: „Manche Kollegen tragen offensichtlich politische Scheuklappen.“

GR Lukas Rößlhuber
GR Lukas Rößlhuber

Über die heutige Sitzung des Planungsausschusses kann NEOS Planungssprecher Lukas Rößlhuber nur den Kopf schütteln: „Manche Kollegen tragen ganz offensichtlich politische Scheuklappen. Auf Biegen und Brechen soll ein Bundesligastadion am derzeitigen Standort durchgedrückt werden, ohne dass nach alternativen Standorten gesucht wird – ganz im Stile einer ‚Lex Austria‘. Dabei gibt es zwei bundesligataugliche Stadien in unmittelbarer Nähe.“

NEOS Sportsprecher Dr. Sebastian Huber fügt hinzu: „Aktuell zeigt sich, dass das EM-Stadion in Wals inzwischen nur noch von Red Bull genutzt wird. Somit könnte der SV Austria Salzburg als zweiter Verein im EM-Stadion spielen.“

Zudem unterstreicht Huber den konsequenten Standpunkt der NEOS damit, dass es „hier rein um eine Sachentscheidung“ ginge. „Über den Vorwurf, wir würden die Austria nicht haben wollen, kann ich nur müde lächeln. Ganz im Gegenteil: Wir schätzen die Arbeit des SV Austria Salzburg außerordentlich“, so Huber weiter. „Ganz egal, welcher Verein an dieser Sportanlage tätig ist: Unsere Entscheidung wäre immer die gleiche. Wir sind der festen Überzeugung, dass ein Fußballstadion in einem Wohngebiet nichts zu suchen hat, ungeachtet der Heimmannschaft“, stellt Huber klar.

„Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen gibt es ein umfangreiches Lärmgutachten, das belegt, dass der maximale Grenzwert bei Spielen bereits jetzt klar überschritten wird. Bedenkt man, dass die Messungen jedoch bei einem lediglich zu ¾ gefüllten Stadion und bei einem eher unwichtigen Spiel durchgeführt wurden, kann man sich vorstellen, was die Politik den Anrainern für die Zukunft zumutet“, warnt Huber und fügt an: „Zum anderen ist die Verkehrssituation nicht geklärt: Die beiden Buslinien 10 und 27 fahren zwar zum Stadion, fahren ab 18 Uhr jedoch nur alle 20 – 30 Minuten, die Spiele werden jedoch frühestens um 18:30 Uhr beginnen. Außerdem ist ungeklärt, was passiert, wenn die Stiegl-Parkplätze, wie angekündigt, nicht mehr benutzt werden können.“

Abschließend gibt NEOS Planungssprecher Lukas Rößlhuber zu bedenken, „dass es im direkten Umfeld zur Sportanlage eine große Baulandreserve gibt. Offensichtlich hat sich noch niemand darüber Gedanken gemacht hat, was passiert, wenn diese Baulandreserve der ‚Stiegl-Gründe‘ tatsächlich einmal genutzt werden wird. Zu einer Verbesserung der Situation wird dies sicherlich nicht beitragen. Die Nachhaltigkeit ist beim geplanten Vorhaben ganz offensichtlich nicht gegeben. Auch die Stellungnahme des Landes kommt zu dem Schluss, dass `die Errichtung einer bundesligatauglichen Sportstätte auf diesem Areal als nicht umsetzungs- und bewilligungsfähig einzustufen ist‘ und stützt damit alle unsere geäußerten Bedenken.“