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Paracelsusbad im Stadtsenat durchgewunken

Starzer: „Eine unverantwortliche Entscheidung!“

NEOS-Klubobmann Christoph Starzer
NEOS-Klubobmann Christoph Starzer

NEOS Klubobmann Dr. Christoph Starzer zeigt sich über die „Augen zu und durch“-Mentalität des Stadtsenats enttäuscht. In der heutigen Sitzung wurde der Grundsatzamtsbericht zum Paracelsusbad gegen die Stimmen von NEOS beschlossen.

„Wie erwartet hat der Stadtsenat den Amtsbericht zum Paracelsusbad gegen die Stimme unserer Stadträtin Dr. Barbara Unterkofler durchgewunken. Es ist fast schon skandalös, dass man einfach versucht, das ursprünglich geplante und beschlossene Bürogebäude zu streichen und mit diesem Taschenspielertrick eine Kostensteigerung um 20 % zu erreichen. Entweder fällt das den anderen Fraktionen nicht auf oder es ist ihnen egal“, so Dr. Starzer, der hinzufügt:

„Da das Bürogebäude für die Stadtplanung doch nicht gebaut werden soll, muss das alte Gebäude nun aufwändig saniert werden. Auch diese Summe müsste eigentlich jetzt schon als Folgekosten in die Gesamtprojektsumme einfließen. Stattdessen verkauft man die Bürgerinnen und Bürger für dumm.“

Baustadträtin Dr. Barbara Unterkofler fügt dem hinzu: „Der Amtsbericht und die dazugehörigen Beilagen bestätigen alle meine Warnungen zu einer Kostenexplosion. Für das Aufzeigen der Wahrheit wurde ich entmachtet. Der Bau eines Bades und Kurhauses mit Kosten von bis zu 67 Mio. € netto sollte dringend einer Bürgerabstimmung unterzogen werden, um herauszufinden, ob den Bürgerinnen und Bürgern das Bad so viel wert ist. Bedenkt man, dass das die gleiche Summe ist, die für den Umbau sämtlicher Seniorenwohnhäuser aufgewendet wird, dann stimmt uns NEOS dies sehr nachdenklich.“

Klubobmann Starzer weist abschließend auf einen weiteren Punkt hin, der offenbar bewusst aus der Diskussion ausgeklammert wird: „Es gibt keinerlei Berechnungen zu Folgekosten, geschweige denn ein Betriebskonzept. Das geht aus dem Amtsbericht hervor. Es ist eine unverantwortliche Entscheidung, ein Projekt auf die Reise zu schicken, ohne zu wissen, welche Folgekosten noch auf die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zukommen werden. Solch eine Politik ins Blaue hinein können wir nicht mittragen.“