« Zurück zur Übersicht

Offener Brief an Landesrätin Mag.a Martina Berthold MBA

GR Sebastian Huber
GR Sebastian Huber

Sehr geehrte Frau Landesrätin,

zu Ihrem geplanten Termin mit Vertretern des SV Austria Salzburg zur Nutzung des Fußballstadions in Kleßheim am kommenden Donnerstag, 10. September 2015, möchte ich Ihnen als NEOS Sportsprecher der Stadt Salzburg unsere Gedanken mit auf den Weg geben.

Der Fußballplatz in Maxglan wurde für den ASK Salzburg errichtet, einem damaligen Landesligaverein mit durchschnittlich 200 bis 250 Zuschauern pro Spiel. Von Anfang an war klar, dass die sogenannten Risikospiele dort niemals stattfinden können. Trotz besseren Wissens haben SPÖ, FPÖ und Stadtrat Johann Padutsch diese Bedenken ignoriert und über 1 Million Euro in den Standort Maxglan investiert. Zudem wurden drei weitere Probleme bei der Stadionerweiterung in Maxglan von der zuständigen Politik ausgeblendet:

Verkehrs- und Lärmproblematik: Bis heute gibt es kein Konzept gegen dieses ungelöste Problem. Die Zuschauer verparken die Zufahrten der Anrainer und die Zufahrt für Fernsehteams ist nur erschwert möglich. Die Lärmmessung bei einem Spiel im April 2014 zeigte, dass es zu einer massiven Überschreitung des Ruheanspruchs in erweitertem Wohngebiet kommt. Während des Spieles wurden damals 74 Dezibel gemessen.
Fehlende Einbindung der Anrainer: Ihre Sorgen und Ängste wurden kleingeredet und ins Lächerliche gezogen. Es wurde verabsäumt einen Anrainerbeirat ins Leben zu rufen.

3. Begrenzte Zuschaueranzahl: Die derzeit gültige behördliche Bewilligung der Stadt Salzburg erlaubt 1.566 Zuseher bzw. 1.766 Zuseher per Sondergenehmigung. Eine Wohnsiedlung ist kein Platz für ein Bundesligastadion.

Neben uns NEOS sehen auch Ihre Parteikollegen, dass die jetzige Stadionsituation in Maxglan untragbar ist. Dr. Astrid Rössler schrieb uns, dass „der Stadionstandort für jede Intensivierung des Spielbetriebes denkbar ungeeignet ist“ und Johann Padutsch sagte, dass „auf Dauer der Standort dort aber schwer zu halten ist.“

Für uns NEOS steht fest, dass die Austria in einem anderen Stadion spielen muss. Die österreichische Bundesliga hat ihren Beitrag dazu geleistet, indem die Bundesligastatuten mit 1. Juli abgeändert wurden. Es ist nun möglich, dass bis zu vier Klubs, zwei aus der höchsten und zwei aus der zweithöchsten Spielklasse, in einem Stadion spielen.

Innerhalb von 3 bzw. 6 Kilometern Luftlinie stehen zwei bundesligataugliche Fußballstadien für die Austria bereit. Die Bürgerinnen und Bürger haben kein Verständnis dafür, dass Steuergeld in die Notlösung Maxglan investiert wird, wenn es zeitgleich möglich wäre, Fußballspiele in Grödig oder im EM-Stadion in Kleßheim auszutragen. Durch die Öffnung des EM-Stadions in Kleßheim kommt es in Salzburg zur Wertschöpfung und die Fußballspiele finden in einer höchst attraktiven Kulisse statt.

Es liegt an Ihnen, sehr geehrte Frau Landesrätin, hier endlich eine Lösung im Sinne des Sportes zu finden. Ich wünsche Ihnen dazu Mut und Entscheidungsfreudigkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sebastian Huber
NEOS Sportsprecher