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NEOS zu Pflege und Gehaltsschema

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Rößlhuber: „Der Pflegenotstand in Salzburg ist lösbar. Das Land zeigt, wie.“

Starzer: „Die Zeit ist reif, in neues Gehaltsschema wie auf Landesebene zu investieren.“

Das Thema Pflege ist dasjenige, wo es am allerschwierigsten wäre, den Betroffenen und ihren Angehörigen zu erklären, es ist kein Geld da, wir haben zu wenig Personal. Das geht einfach nicht“, so NEOS-Gemeinderat Dr. Christoph Starzer. Ein Lösungsansatz wäre etwa, so wie es sich bereits auf Landesebene bewährt hat, das Gehaltsschema auch im Bereich der städtischen Seniorenwohnhäuser zu ändern. Eine flachere Gehaltskurve mit besserer Bezahlung am Anfang könnte helfen, qualifiziertes Personal zu finden. „Ziel muss es sein, Interessierten schon beim Einstieg Gehälter bieten zu können, die mit anderen verantwortungsvollen Berufsgruppen vergleichbar sind. Anstatt Berufsanfänger mit dem Hinweis auf attraktive Gehälter in den letzten Berufsjahren zu vertrösten. Die niedrigen Einstiegsgehälter entsprechen nicht den Lebensrealitäten, weder bei Jungen noch Älteren.“ Gerade jetzt wäre für eine Gehaltsreform die Zeit günstig, die Stadt Salzburg hat in den letzten Jahren jährliche Überschüsse von über € 40 Mio. erwirtschaftet. Jetzt in eine Gehaltsreform zu investieren, würde sich langfristig durch Kosteneinsparungen rechnen. Darüber hinaus ist eine Gehaltsreform im Hinblick auf die vom EUGH geforderte, vollständige Anrechnung von Vordienstzeiten ohnehin notwendig. Ziel einer derartigen Gehaltsreform wäre ein einheitliches, leistungsorientiertes Entlohnungssystem im Magistrat mit höheren Einstiegsgehältern. Höhere Einstiegsgehälter müssten selbstverständlich undurchsichtige Zulagen, die teilweise noch aus der Monarchie stammen, aufheben und spätere geringere Gehaltssteigerungen somit langfristig zu einer Ersparnis führen. Das Land macht dies erfolgreich vor.

NEOS-Klubobmann Rößlhuber führt im heutigen Gemeinderat dazu aus: “Dass es nur einen Nachtdienst für 55 Bewohner gibt resultiert aus dem Personalschlüssel. Dieser sollte umgehend überarbeitet werden. Beispielsweise bieten private Träger bis 22:00 Uhr auch einen unterstützenden ‚Spätdienst‘ an, den man nutzen sollte, um kein Risiko einzugehen. Und es braucht mehr Kurzzeitpflegebetten“, so Rößlhuber abschließend.