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NEOS werden dauerhafte Sperre des Neutors nicht akzeptieren

GR Lukas Rößlhuber
GR Lukas Rößlhuber

Für uns NEOS steht fest: Der Vorschlag von StR Padutsch ist einmal mehr ein Versuch, seine konzeptlosen stadtplanerischen Utopien durch die Hintertür durchzudrücken. Mit uns ist eine Sperre des Neutors zum jetzigen Zeitpunkt nicht akzeptabel. StR Padutsch glänzt in diesem Fall außerdem durch schlechten politischen Stil: Während offenbar bereits alle Medien in Salzburg von seinen Plänen in Kenntnis gesetzt wurden und über die Evaluierung der Verkehrsströme informiert sind, tappen die Gemeinderäte weiter im Dunkeln: Keine Evaluierung, kein Amtsvorschlag, keine Begründungen – kurzum: Kein Amtsbericht, keine Gespräche.

Doch wenn man den kolportierten Vorschlägen Padutschs Glauben schenken darf, so wird deutlich, dass er offensichtlich nicht nur das Neutor sperren will, sondern vielmehr auch die Müllner Hauptstraße und den Franz-Josef-Kai. Denn wenn der Durchzugsverkehr vom Neutor unterbunden werden und nur noch bis zum Rot-Kreuz-Parkplatz möglich sein soll, so ist auch eine Sperre des Durchzugsverkehrs von Mülln die logische Folge. Anders ist es nicht möglich, den Verkehr zwischen Neutor und Staatsbrücke zu unterbinden – dazu muss man nur einen Blick auf die Stadtkarte werfen. Die ersten Verlierer werden die Bürgerinnen und Bürger in Lehen und Elisabeth-Vorstadt sein, denn genau dorthin wird sich der Verkehr verlagern. Um von der linken auf die rechte Salzachseite zu gelangen würden sich dann Blechlawinen durch die ohnehin bereits völlig überlastete Ignaz-Harrer-Straße und über die Lehener Brücke wälzen. Das werden wir NEOS nicht zulassen!

Für uns steht fest: Die beste Lösung muss gemeinsam mit den Anrainerinnen und Anrainern sowie mit der Kaufmannschaft der Altstadt gefunden werden. Nachdem unsere StR Dr. Barbara Unterkofler bereits verkündet hat, dass die Baustelle in der Bürgerpsitalgasse unter ihrer Führung bereits einen Monat früher als geplant fertiggestellt wird und somit auch die provisorische Sperre des Neutors entsprechend früher wieder aufgehoben werden kann, machen wir den Vorschlag, vom Karajan- Platz bis zur Griesgasse eine Shared Space- Zone einzurichten. Dieses Prinzip setzt auf Eigenverantwortung. Durch bauliche Maßnahmen soll der Straßenraum dermaßen gestaltet werden, dass die Verkehrsteilnehmer, seien es Fußgänger, Radfahrer oder Kfz mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Absenken von Gehsteigen, Neugestaltung der Oberfläche, als auch z.B. Sitzmöglichkeiten geben dem Bereich auch die dringend notwendige Erhöhung der Aufenthaltsqualität zurück. Koexistenz statt Dominanz ist hier die Devise. Was ein Shared- Space- Modell nicht ist: Ein Mittel zur Verringerung des Verkehrs. Erfahrungen aus Gemeinden haben gezeigt, dass die Verkehrsbelastung nur marginal abnimmt.

Sperren ist out- Miteinander ist in!