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NEOS stimmen Gehaltserhöhung für Kindergartenpädagog_innen zu

Huber: „Bürgermeister verschwendete zehn lange Jahre.“

GR Sebastian Huber
GR Sebastian Huber

„Wir NEOS werden der Gehaltserhöhung für die rund 300 Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen am kommenden Montag zustimmen. Sie ist jedoch nur ein erster Schritt“, stellt der Vorsitzende des Bildungsausschusses, NEOS GR Dr. Sebastian Huber eingangs fest und fügt hinzu: „Zehn lange Jahre haben die Gehaltsverhandlungen für die Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen gedauert. Es ist für mich völlig unverständlich, warum Bürgermeister Dr. Heinz Schaden diese lange Zeit mutwillig verschwendet hat.“

Die jahrelange Weigerung der Politik, die Gehälter der Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen zu erhöhen, führte zu einer angespannten Personalsituation und diversen Baustellen in den Kindergärten: „Aus diversen Anfragebeantwortungen wissen wir, dass es in städtischen Kindergärten einen Mangel an Sonderkindergartenpädagogen gibt. Sie werden durch für die Stadt kostengünstigere ‚Integrationsassistenten‘ ersetzt. Die ‚Integrationsassistenten‘ betreuen jedoch nicht – wie Sonderkindergartenpädagogen – täglich die Kinder mit sonderpädagogischen Bedarf“, sagt Huber und fügt hinzu: „Kindergartenpädagoginnen oder Kindergartenpädagogen, die sich zu Sonderkindergartenpädagogen ausbilden lassen wollen, werden von der Stadt nur Steine in den Weg gelegt. Nur eine (!) städtische Kindergartenpädagogin nahm in den Jahren 2008 bis 2013 den beschwerlichen Weg in Angriff und ließ sich zur Sonderkindergartenpädagogin ausbilden.“

Der Kindergarten legt als erste Bildungseinrichtung den Grundstein für den gesamten Bildungsverlauf. Um die Anforderungen, auch erfüllen zu können, braucht es bestens geschultes Personal: „Aus einer weiteren Anfragebeantwortung wissen wir, dass die Stadt leider überhaupt keinen Wert darauf legt, dass nicht diplomiertes Kindergartenpersonal einen Ausbildungskurs – beispielsweise in Weiterbildungseinrichtungen des BFI oder WIFI – besucht, um so ihre Qualifikation und ihr ‚Know-how‘ zu verbessern“, stellt Huber fest und fügt hinzu: „Ich fordere Anja Hagenauer auf, hier endlich aktiv zu werden und eine Ausbildungsoffensive für nicht diplomiertes Kindergartenpersonal zu starten. Es ist nicht einzusehen, dass diese Mitarbeiter keinen Zugang zu Ausbildungskursen erhalten sollen.“
Für NEOS steht fest, dass in Verbesserungen von Kinderbetreuung laufend investiert werden muss. „NEOS fordern einen völlig neuen Zugang in der Kinderbetreuung. Wir brauchen ein besseres Betreuungsverhältnis und mehr Ganztagsangebote für die Kinder. Es ist notwendig, mehr Personal einzustellen und die Ausbildung und Bezahlung der Kinderbetreuungsberufe noch mehr aufzuwerten. Die Salzburger Familien und unsere Kinder haben das beste Kinderbetreuungssystem Österreichs verdient. Das muss der Anspruch aller Politikerinnen und Politiker sein“, stellt Huber abschließend fest.