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NEOS: Stadt muss Gesamtkonzept für historisch belastete Straßennamen vorlegen!

Sebastian-Huber

Huber: „NEOS unterstützen Umbenennung der Josef-Thorak-Straße.“

„Vor nicht einmal einem Jahr organisierten wir NEOS eine Abendvorführung der ‚letzten Zeugen‘ im Salzburger Landestheater. In einer bis zum letzten Platz ausverkauften Vorstellung ermöglichte NEOS vielen Salzburgerinnen und Salzburgern – womöglich zum letzten Mal – jene  zu hören und zu sehen, die den rassistischen Wahn der Nationalsozialisten überlebten und als Zeitzeugen aus erster Hand über ihre schrecklichen Ereignisse berichten können. Uns NEOS jetzt ins rechte Eck zu Rücken ist schlichtweg abzulehnen“, stellt NEOS Klubobmann Dr. Sebastian Huber eingangs fest und fügt an: „Neben unseren aktiven Engagement für das Erinnern und gegen das Vergessen hat NEOS seit dem Jahr 2014 Anträge – beispielsweise für einen Zuschuss für Schulexkursionen in ehemalige Konzentrationslager oder Führungen für Schulklassen zum Thema „jüdisches Salzburg“ – eingebracht. Anstatt Unterstellungen zu tätigen, würde ich mich sehr freuen, wenn die Bürgerliste und Gemeinderätin Haller unsere Anträge unterstützt.“

„Bzgl. der Straßentafel ist festzuhalten, dass Baustadträtin Dr. Barbara Unterkofler nicht von sich aus einfach eine immer noch gültige Straßenbezeichnungstafel verschwinden lassen kann. Auch wenn es Diskussionen über den Straßennamen gibt, muss immer noch eine Orientierungshilfe gegeben sein. Gerade in Notfällen kann diese lebensnotwendig sein. Es liegt am Gemeinderat eine Umbenennung der Straße durchzuführen. Auch wir NEOS sind mit der Benennung nach Josef Thorak sehr unglücklich, aber die Stadt hat die Straße 1963 – also lange vor bevor es NEOS gegeben hat – nach Thorak benannt. Wir NEOS unterstützen eine Umbenennung der Straße, hier muss der zuständige Bürgermeister Dr. Heinz Schaden definitiv aktiv werden“, sagt Huber und fügt abschließend an: „Neben der Josef-Thorak-Straße gibt es in Salzburg noch andere historisch belastete Straßennamen, wie beispielsweise die Heinrich-Damisch-Straße im Stadtteil Parsch oder auch die Rene-Marcic-Straße in der Riedenburg. Die Stadt ist hier in der Pflicht endlich ein Gesamtkonzept für den Umgang mit historisch belasteten Straßennamen vorzulegen.“