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NEOS: Stadt kommt bei belasteten Straßennamen nicht vom Fleck.

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Huber/Thöni: „SPÖ handelt mutlos.

Laut den Salzburger Nachrichten liegt die Liste mit historisch belasteten Straßennamen nun endlich vor. So richtig kommt die Stadt dabei aber nicht vom Fleck weg: „Die drei angesprochenen Kriterien erinnern stark an die wissenschaftlichen Kriterien der Wiener Historikerkommission. Sie hat bereits 2013 – also vor mittlerweile 5 Jahren – ihre umfangreiche Arbeit abgeschlossen. Salzburg hätte sich längst von Wien eine Scheibe abschneiden können“, stellt NEOS Klubobmann Dr. Sebastian Huber eingangs fest und fügt an: „Unter Führung von Prof. Dr. Oliver Rathkolb wurden historisch belastete Straßennamen dokumentiert und erläutert. Auch die Stadt Salzburg hätte bereits vor Jahren auf diese Recherchen zurückgreifen können. Die Auseinandersetzung mit historisch belasteten Straßennamen wäre somit viel schneller und auch kostengünstiger verlaufen.“

Das die ‚Gesamtansicht‘ jetzt ins Jahr 2020 geschoben wird ist für NEOS Kultursprecherin Mag. Kornelia Thöni unverständlich: „Die historischen Quellen für die betreffenden Personen sind ausreichend vorhanden. Offenbar fehlt SPÖ Vizebürgermeister Bernhard Auinger jeglicher Mut, dieses politische Eisen noch vor der Gemeinderatswahl anzupacken. Aber auch Altbürgermeister Dr. Heinz Schaden hat jahrzehntelang nicht den Mut aufgebracht, beispielsweise eine Erläuterungstafel bei den Thorak-Statuen im Kurgarten oder bei der Thorak-Straße in Aigen anzubringen.“

Aber auch die Stadt selbst muss ihre eigene Geschichte bei Straßenbenennungen reflektieren. Beispielsweise findet man – als im Jahr 1963 die Josef-Thorak-Straße und die Heinrich-Damisch-Straße im Gemeinderat ernannt wurde – im Amtsblatt der Stadt Salzburg weder bei Josef Thorak noch bei Heinrich Damisch einen Verweis auf ihre Rolle in der NS-Zeit“, stellen Thöni und Huber fest und fügen abschließend an: „Es wäre angebracht, die Amtsblätter der Stadt Salzburg mit historischen Kommentaren zu ergänzen, die auf die Rolle von. z.B. Heinrich Damisch, Josef Thorak oder auch Rene Marcic in der NS-Zeit hinweisen und darüber informieren.“