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NEOS: Stadt erreicht Barcelona-Ziel für 0 bis 3-jährige Kinder bei weitem nicht!

Huber: „Schönrechnen von Statistiken schafft keine Kinderbetreuungsplätze.

GR Sebastian Huber
GR Sebastian Huber

Das Barcelona-Ziel gibt eine Angebotsquote für Kinderbetreuungsplätze von 33 % vor. Innerhalb der Altersgruppe der 0 bis 3-jährigen Kinder stehen in der Stadt Salzburg 1.168 Plätze zur Verfügung. Das entspricht einer Angebotsquote von 28,68 %. Somit erreicht die Stadt das Barcelona-Ziel bei weitem nicht“, stellt NEOS Bildungssprecher und Vorsitzender des städtischen Bildungsausschusses GR Dr. Sebastian Huber, eingangs fest und fügt an: „Auf unsere NEOS Recherchen reagiert Vizebürgermeisterin Mag. Anja Hagenauer wehleidig und lügt sich selbst in den Sack. Trotzig rechnet sie die Statistik ‚schön‘, in dem sie nur die Altersgruppe zwischen 1 bis 3 Jahren heranzieht. Durch das Schönrechnen von Statistiken werden aber keine Kinderbetreuungsplätze geschaffen.“

Das Barcelona-Ziel von 33 % wurde von der EU als verbindliches europäisches Ziel für die Angebotsquote von Kinderbetreuungsplätzen festgelegt. Und dies aus gutem Grund: „In der heutigen Zeit sind für werdende Eltern eine hervorragende Vereinbarkeit von Beruf und Familie unerlässlich. Das Barcelona-Ziel bildet hierfür das Fundament“, sagt Huber und fügt an: „Mag. Hagenauer hat mehrmals in der Sitzung des Bildungsausschusses vom 3. Dezember 2015 gesagt, dass ‚jeder der eine Krabbelgruppe in der Stadt aufmachen will, von der Stadt den Bedarfsfeststellungsbescheid erhält`. Ich fordere Mag. Hagenauer auf, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen. Das Erreichen des Barcelona-Ziels muss für sie eine hohe Priorität besitzen.“

Die heutige Sitzung des Bildungsausschusses wurde notwendig, da beim vorangegangenen Amtsbericht aufgrund eines Übertragungsfehlers drei langjährige alterserweiterte Gruppen – bei denen es zu keiner Erhöhung oder Verringerung des bisherigen Bedarfes gekommen ist – nicht berücksichtigt wurden: „Einstimmig wurden die drei alterserweiterten Gruppen der KoKo in der Kindervilla, im Kindernest und in der Krabbelgruppe Löwenzahl beschlossen. Somit ist ein nahtloses Weiterarbeiten in den drei Kinderbetreuungseinrichtungen möglich“, sagt Huber und fügt abschließend an: „Wir NEOS sehen Krabbelgruppen mit anschließenden sog. alterserweiterten Gruppen sehr positiv. Die Kinder können vom ersten Jahr an bis zur Volksschule in der gleichen Betreuungseinrichtung bleiben.“