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NEOS sprechen sich gegen Busspur in der Plainstraße aus

Rößlhuber: „Die Busspur in der geplanten Form erweist sich als Bremse.“

GR Lukas Rößlhuber
GR Lukas Rößlhuber

In der morgigen Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses wird die Einrichtung einer neuen Busspur in der Plainstraße vorgestellt. NEOS Planungs- und Verkehrssprecher Lukas Rößlhuber wird sich gegen die Einrichtung der Busspur ausprechen. „Die Busspur wird auf einer Länge von ca. 100 Metern stadtauswärts in der Plainstraße eingerichtet und soll den öffentlichen Verkehr beschleunigen“, schildert NEOS Gemeinderat Lukas Rößlhuber den vorgelegten Amtsbericht.

NEOS Salzburg haben sich im Zuge des Gemeinderatswahlkampfes grundsätzlich für die Einführung und für den Ausbau von Busspuren ausgesprochen, um den öffentlichen Personennahverkehr zu beschleunigen und so zu attraktiveren. Allerdings werde die Einrichtung der 100 Meter langen Busspur in der Plainstraße den Pkw-Verkehr behindern: „Die Busspur in der Plainstraße wird sich in der Praxis nicht bewähren. Durch die Verengung der Fahrbahnen werden die Autos stadteinwärts nicht mehr an dem haltenden Bus an der Haltestelle ´Erzherzog Eugen Straße´ vorbeikommen. Ganz ähnlich wie an der Haltestelle ´Volksgarten´. Das schafft stadteinwärts wieder neuen Stau und führt zum Unmut der Autofahrer, was nicht Sinn der Sache sein kann“, sagt GR Rößlhuber. Insgesamt geht es um eine Grundsatzentscheidung: „Wem soll der Vorrang auf den Straßen der Stadt gegeben werden? Wir meinen, das bisherige System muss attraktiver werden – Fahrzeitverkürzungen der Busse tragen zu mehr Komfort bei. Dadurch entstehende Verkehrsbehinderungen, künstlich geschaffenen Stau und dadurch vermeidbare Umweltbelastungen akzeptieren wir aber nicht“, stellt Gemeinderat Rößlhuber klar.

Die aktuelle Diskussion rund um die probeweise Einführung der Busspur in der Plainstraße könne laut Rößlhuber aber nur ein „verkehrspolitisches Randthema“ sein. Die Stadt Salzburg brauche ein Gesamtverkehrskonzept, da sie ihre Verkehrsprobleme nicht alleine lösen könne. Die Umlandgemeinden und der Zentralraum seien miteinzubeziehen. „Die Stadt Salzburg braucht langfristige Konzepte und Visionen zur Eindämmung des immer stärker werdenden Verkehrs. Ein durchdachtes Zugehen der zuständigen Politik auf die Salzburger sowie die Erstellung eines enkelfitten Gesamtverkehrskonzepts sind die ersten Schritte zur Entspannung der Verkehrsproblematik in der Stadt Salzburg“, schließt Gemeinderat Rößlhuber.