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NEOS fordern interkommunale Gewerbegebiete

Lukas-Roesslhuber

Rößlhuber: „Nur zeitgemäße Ideen für Gewerbeflächen schaffen Arbeitsplätze.“

 

Das Thema der heutigen aktuellen Stunde im Gemeinderat lautete „Gewerbeflächen weg, Arbeitsplätze weg“. Dazu stellte NEOS Planungssprecher GR Lukas Rößlhuber in seiner Rede zu besagtem Thema folgendes klar: „Auf der einen Seite wird die Gewerbefläche der Stadt immer kleiner und auf der anderen Seite gibt es bei Gewerbeflächen – insbesondere bei Büroräumlichkeiten – einen gewissen ‚Leerstand‘. Faktum ist, dass große Betriebe in den letzten Jahren aus der Stadt abgewandert sind und einige große Unternehmen von der Politik bei ihren Erweiterungsplänen gegängelt und behindert wurden. Die Beispiele Palfinger, MaCo oder Porsche kennen wir alle.“

Das Problem ist, dass die falschen Fragen gestellt werden: „Es geht nicht nur um die Quantität, es geht um die Qualität. Die Politik muss sich eindringlich die Frage stellen: Was sind attraktive Gewerbeflächen und wie können sie für mein Zielpublikum, seien es EPUs, KMUs oder Start-Ups, adaptiert werden? Wie werde ich zu einem Magneten des Gewerbes?“, stellt Rößlhuber fest und fügt an: „Zunächst müssen Gewerbeflächen an attraktiven Orten ausgewiesen werden. Blicken wir über den Tellerrand, haben wir mehr Mut. Wir NEOS möchten einen neuen Weg gehen, einen europäischen Weg. Die Grundlagen dafür sind bereits da: Das REK und das EuRegio-Entwicklungskonzept.“

Beide Dokumente sehen interkommunale Gewerbegebiete vor. Bei diesem Konzept weisen benachbarte Gemeinden, auch die Staatsgrenzen übergreifend, gemeinsame große Gewerbeflächen aus und beteiligen sich über einen interkommunalen Finanzausgleich jeweils daran. Nutzen wir doch den komparativen Kostenvorteil, den wir durch den EuRegio-Raum nutzen können“, sagt Rößlhuber.

Laut Rößlhuber müssen kreative und innovative Unternehmer angezogen werden, die das Gewerbe des 21. Jahrhunderts verkörpern: „Hier sollte die Stadt beispielsweise ungenutzte Hallen, nicht genutzte Erdgeschosszonen in Wohnbauten o.ä. durchforsten, um z.B. Co-Working-Spaces zu schaffen – zum Beispiel die Panzerhalle,“ sagt Rößlhuber, der abschließend festhält: „Wir sehen der einfache Pauschalsatz „Gewerbeflächen weg, Arbeitsplätze weg“ ist in seiner Einfachheit nicht korrekt: Schrumpfende Gewerbefläche bei gleichzeitig steigendem Leerstand eben jener Gewerbefläche verrät uns das eigentliche Problem: Wir müssen mehr mit der Zeit gehen und uns zeitgemäßen Konzepten annehmen, um für das Gewerbe attraktiv sein und zu bleiben. Nur so können wir Arbeitsplätze sichern und neue schaffen.“