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NEOS: Fast die Hälfte der angebotenen Sozialwohnungen wird abgelehnt.

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Rößlhuber: „Pluspunkte für pflegende Angehörige in die Kriterien mit aufnehmen.“

Im Vorjahr haben 47 Prozent der Wohnungswerber auf eine ihnen zugewiesene Wohnung verzichtet. Fast die Hälfte wollte die vorgeschlagene Wohnung nicht. Das zeigt, wie dringend das bisherige System reformiert werden muss. Laut Amtsbericht werden künftig drei Wohnungen vorgeschlagen, wer alle drei ablehnt, wird drei Jahre gesperrt. Die NEOS begrüssen längere Fristen bei der Wohnungsvergabe, dass man fünf statt drei Jahre in Salzburg Hauptwohnsitz-gemeldet oder in Beschäftigung sein muss. Vor allem aber sollten die Richtlinien klar, transparent und absolut nachvollziehbar sein, und es soll in jedem Fall Spielraum für wirklich dringende Fälle bleiben.

Ein Vorschlag: Pluspunkte wären zB für die räumliche Nähe zu Angehörigen mit Pflegebedürftigkeit zu vergeben, ähnlich wie in Innsbruck oder Dornbirn, so Rößlhuber. Hingegen sind Sonderwünsche (zB dass Wohnungen ohne Balkon generell nicht oder nur „Top-Lagen“ akzeptiert werden) bei geförderten Wohnungen nicht hilfreich und sollten zu Punkteabzügen führen. Dadurch würde dann auch nicht mehr die Hälfte der Sozialwohnungen abgelehnt werden.  Dass man Deutschkenntnisse oder Integrationserfolg für eine geförderte Mietwohnung nachweisen muss, das ist ein Vorschlag für die Theorie, in der Praxis wird der Nachweis aber schwierig werden, so Rößlhuber.