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NEOS bringen Vorschläge für ‚leistbares Wohnen‘ aufs Tableau.

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Huber: „Bei `5-Euro-Wohnen` muss auch das Kleingedruckte gelesen werden.“

 

Das von der SPÖ geforderte ‚5-EuroWohnen‘ klingt auf den ersten Blick ganz nett, aber die SPÖ muss den Bürgerinnen und Bürgern auch das ‚Kleingedruckte‘ mitteilen. ‚5-Euro-Wohnen heißt einfache Ausstattung, der Verzicht auf ein Kellergeschoß oder einer Tiefgarage, einfache Grundrisse sowie ‚einfache statische Konstruktion‘. In Tirol birgt das ‚5-Euro-Wohnen erheblichen sozialpolitischen Sprengstoff. Nach sieben Jahren steigt die Miete auf 7 Euro pro/m², nach 16 Jahren liegt sie bei etwa 10 Euro pro/m²“, weiß NEOS Klubobmann und Wohnungssprecher Dr. Sebastian Huber und fügt an: „Aus heutiger Sicht kann das Tiroler Modell auch aus einem anderen Grund nicht funktionieren. Salzburg und Tirol weisen gravierende Unterschiede bei den Mietanteilen, die sich aus den Grund- und Baukosten ergeben, auf. In Tirol können die gemeinnützigen Wohnbauträger im Schnitt mit etwa einem Fünftel der Grundstückskosten von Salzburg kalkulieren.“

In der Stadt Salzburg hecheln wir in Punkto ‚leistbares Wohnen‘ hinterher. Zwischen 7.500 bis 8.000 sind in der Stadt Salzburg wohnungssuchend bzw. wohnungslos. Allein beim städtischen Wohnungsamt sind über 3.000 Menschen angemeldet. Im Zuge der heutigen Diskussion habe ich abermals auf unsere NEOS Vorschläge für leistbares Wohnen hingewiesen. Zentral für uns ist, dass die Stadt endlich die Empfehlungen des Kontrollamtes zum Wohnleitbild umsetzt. Beispielsweise zieht die Stadt für die Berechnung der Förderwürdigkeit die hohen Einkommensgrenzen der neuen Salzburger Wohnbauförderung heran. Dadurch haben aktuell rund 75 % der unselbstständig Erwerbstätigen Anspruch auf eine Gemeindewohnung der Stadt nach der Wohnungsvergaberichtlinie. Gemeindewohnungen sollten aber Menschen vorbehalten bleiben, die aufgrund ihrer finanziellen Lage tatsächlich auf günstige Wohnungen angewiesen sind. Hier ist die Stadt SPÖ in der Pflicht, die hohen Einkommensgrenzen zu reparieren“, sagt Huber.

Eine weitere NEOS Forderung sind mehr
Wohnungen für Singles und Großfamilien. Diese sind ein absoluter Mangel bei städtischen Wohnungen. Die Stadt muss hier endlich aktiv werden und die Wohnbauträger verstärkt mit diesem Problem konfrontieren“, führt Huber weiter aus und fügt an: „Ebenfalls gehört mehr Bauland mobilisiert. Viele Wohnbauträger sprechen sich für das Überbauen von Grundstücken aus. Wir NEOS unterstützen diese Idee.“

Durch die Senkung der Nebenkosten kann Wohnen ebenfalls ‚leistbarer‘ gemacht werden. Wohnbauträger sprechen sich dafür aus: „
Allein die
Müllgebühren erwirtschafteten in den letzten 10 Jahren über 30 Millionen Euro ‚Gewinn‘. Eine Senkung der Müllgebühren um 15 % würde den Stadt Salzburgern jährlich eine Ersparnis von 2 Millionen Euro bringen“, sagt Huber und fügt abschließend an: „Ebenfalls großes Potential eröffnen energetische Sanierungen. Ziel wäre es im geförderten Wohnbau, die Energiekosten zu halbieren, um Wohnen billiger zu machen. Aber insbesondere Wohnbaugenossenschaften stehen hier auf der Bremse. Große abbezahlte Siedlungen sind für sie `Cash-Cows`. Neue Fenster oder Wärmepumpen mit Solarenergie können die Energiekosten deutlich senken. Leider gibt es noch immer kein Gesamtkonzept in der energetischen Sanierung, sondern es wird immer nur oberflächlich die Bausubstanz saniert.“