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Mobilität der Zukunft braucht langfristige Visionen und kurz- und mittelfristige Lösungen.

Gemeinderäte Lukas Rößlhuber und Sebastian Huber
Gemeinderäte Lukas Rößlhuber und Sebastian Huber

 

 

Rößlhuber: „Parkflächen beim EM-Stadion als Park & Ride Parkplatz nutzbar machen.“

In der ‚aktuellen Stunde‘ der heutigen Gemeinderatssitzung präsentierte ich als NEOS Verkehrssprecher unsere Visionen, wie die Zukunft der Mobilität in der Stadt Salzburg und seinen Umlandgemeinden gestaltet werden sollte. Dafür benötigen wir kurz-, mittel- und langfristige Konzepte und Visionen“, stellt Gemeinderat Lukas Rößlhuber eingangs fest und fügt an: „Kurz- und mittelfristig müssen für die vielen Pendlerinnen und Pendler ausreichend Park & Ride-Parkplätze geschaffen werden. Wir NEOS begrüßen den Vorstoß der Stadtpolitik, den Park & Ride Platz Messezentrum für Pendler mit City-Ticket zu öffnen. Aber es gibt noch andere Optionen.“

Beispielsweise könnte man auch den Parkplatz beim EM-Stadion öffnen, der untertags immer leer steht. Dieser ist an die O-Bus-Linie 1 angebunden und über einen kurzen Fußweg erreicht man auch die S-Bahn Haltestelle ‚Europark‘. Die Stadt ist hier aufgefordert, rasch ein Gespräch mit dem Land zur Öffnung des Parkplatzes zu suchen“, sagt Rößlhuber und fügt an: Um die Reisezeiten zu senken, muss der öffentliche Verkehr – vor allem in Städten und Ballungsräumen – beschleunigt werden. Neue Busspuren sind hier ein erster Schritt, aber es braucht genauso einen integrierten Taktfahrplan bei Bus und Bahn und ein verbessertes ÖV Angebot. Die Verbesserung der Taktung des öffentlichen Verkehrs in der Stadt Salzburg muss endlich in Angriff genommen werden. Vor allem zu den Abendzeiten und an den Wochenenden ist die Taktung absolut ausbaufähig.“

Langfristig begrüßt NEOS den Einsatz von innovativen Verkehrsmitteln. Die Politik braucht hier den Mut, die Technologien der Zukunft rasch zu implementieren. Vor einer Woche ist der selbstfahrende Elektrobus in Salzburg „vorgefahren“, die Zukunft des öffentlichen Verkehrs hat bereits begonnen“, sagt Rößlhuber und fügt an: „Die Implementierung innovativer Verkehrsmittel ist aber unvermeidlich auch mit langen – oft über Legislaturperioden hinausreichenden – Planungszeiträumen verbunden. Beispielsweise reden wir seit über 30 Jahren über die Regionalstadtbahn und ich glaube, wir werden noch weitere 30 Jahre darüber sprechen.


Anstatt sich um nachhaltige Lösungen zu bemühen, mussten die Salzburgerinnen und Salzburger den Hahnenkampf zwischen zwei Alphatieren erleben. Stadt und Land richteten sich über die Medien ihre jeweiligen Standpunkte aus, haben aber über Jahrzehnte ihre Hausaufgaben verschlafen. ÖVP und SPÖ hätten gemeinsam die Verkehrsmisere lösen können. Dr. Wilfried Haslauer war 9 Jahre Verkehrslandesrat und zuvor hießen die Verkehrslandesräte Dr. Othmar Raus und Mag. Gabi Burgstaller – beide SPÖ. Rot und Schwarz hätten tausende neue Park & Ride-Parkplätze errichten können, aber nichts ist passiert“, sagt NEOS Klubobmann Sebastian Huber und fügt abschließend an: „Den Bürgerinnen und Bürgern und uns NEOS zipft es an, dass man von allen Ecken und Enden immer nur hört was nicht geht. Wie aus der Pistole geschossen kommt immer das Kostenargument. Alles ist immer zu teuer. Aber es geht hier um Salzburg und um die Salzburgerinnen und Salzburger. Anscheinend sind dem Land und der Stadt die Bürgerinnen und Bürger nichts wert. Sie werden ihnen aber bei der Wahl die Rechnung präsentieren.“

 

 

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Quelle: Salzburger Nachrichten vom 27.10.2016