Landtagssklub / Sebastian Huber

NEOS Salzburg: Abschaffung der telefonischen Krankmeldung unverständlich

4. Juli 2021
Sebastian Huber

Huber: „Angst vor Missbrauch ist absolut unbegründet.“

Seit Donnerstag ist die telefonische Krankmeldung nicht mehr möglich. Für NEOS Salzburg Gesundheitssprecher, Zweiter Präsident Dr. Sebastian Huber ist dies absolut unverständlich: „Die telefonische Krankschreibung hat sich im Sinne der Patientensicherheit und des Patientenservice vollständig bewährt. Die Angst vor Missbrauch der telefonischen Krankmeldung, von der ÖGK und Bundesregierung offensichtlich getrieben werden, ist absolut unangebracht. In Salzburg gab es während des ersten harten Lock-Downs sogar weit weniger Krankenstände. Auch die niedergelassenen Ärzte berichten mir, dass die telefonische Krankmeldung sehr gut angenommen wurde und ihnen auch keine missbräuchlichen Verwendungen bzw. Missbrauchsversuche bekannt sind“.

„Auch letztes Jahr wurde die telefonische Krankmeldung im Sommer ausgesetzt, nur um sie im Herbst wiedereinzuführen. Leider hat die ÖGK und die Bundesregierung nichts aus ihren Fehlern im letzten Jahr gelernt. Auch heuer werden die Patienten mit dieser Hauruck-Aktion wieder verunsichert“, ärgert sich Huber, der im Zivilberuf niedergelassener Facharzt für Innere Medizin ist.

„Mit dem Ende der telefonischen Krankmeldung will ÖKG und Bundesregierung suggerieren, dass ‚die Pandemie vorbei ist‘. Das ist aber ein absoluter Irrglaube. Die Experten sind sich einig: Die Deltavariante in Verbindung mit zu wenig Vollimmunisierten kann im Handumdrehen eine vierte Welle verursachen. Für mich hätte die bewährte telefonische Krankmeldung ins Dauerrecht übernommen werden sollen“, so Huber der abschließend anfügt: „Deutschland ist Österreich in diesem Punkt einen Schritt voraus. Dort wurde die telefonische Krankmeldung erst vor zwei Wochen um drei Monat bis Ende September verlängert.“

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