Landtagssklub / Sebastian Huber

NEOS Salzburg: Drei Vorschläge zur Steigerung der Impfbereitschaft

3. August 2021
Sebastian Huber

Huber: „In wenigen Wochen müssen wir um jeden vollständig Geimpften kämpfen.“

Israel oder die Vereinigten Arabischen Emiraten erleben bereits eine stagnierende Impfbereitschaft in ihrer Bevölkerung. In Israel kamen im letzten Monat beispielsweise nur rund drei Prozent neue vollständig Geimpfte hinzu, in den Emiraten waren es immerhin noch sieben Prozent: „In Salzburg und Österreich ist diese Zahl mit jeweils rund 33 % noch sehr hoch, aber spätestens in wenigen Wochen werden wir auch in Salzburg und Österreich um jeden vollständig Geimpften kämpfen müssen. Den Rückgang der Impfbereitschaft erleben besonders wir Impfärzte. Die Anmeldungen in den Ordinationen gehen stark zurück“, stellt NEOS Salzburg Gesundheitssprecher, Zweiter Präsident, Dr. Sebastian Huber fest und fügt an: „Aber warum entscheiden sich die Menschen aktiv gegen die Impfung? Aus meiner Sicht gibt es eine starke Verzerrung in der Risikoabschätzung zur Corona-Schutzimpfung. Die Risiken der Impfung (z.B. Gefahr von Thrombosen) werden überschätzt und Fake News (z.B. die Impfung macht unfruchtbar) auf Social Media werden überproportional Glauben geschenkt. Andererseits werden die Risiken und Auswirkungen einer eigenen COVID-Erkrankung unterschätzt.“

„Das niederschwellige Angebot (z.B. Impfbus) zur Corona-Schutzimpfung der Salzburger Landesregierung ist absolut zu begrüßen. Komplett aus ihrer Verantwortung zur Steigerung der Durchimpfungsrate herausgenommen hat sich jedoch die Bundesregierung und hier insbesondere Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein“, sagt Huber und ergänzt: „Auch die Bundesregierung muss endlich ihre Hausaufgaben zur Corona-Schutzimpfung machen. Sich nur an den Bundesländern abzuputzen ist viel zu wenig. Wir NEOS Salzburg haben drei Vorschläge zur Steigerung der Impfbereitschaft, insbesondere für die Jugend. Es liegt an der Bundesregierung und Minister Mückstein diese Vorschläge auch umzusetzen.“

  1. Viel mehr Information: „Es fehlt noch immer eine umfassende, sachliche und fachliche Information zur Impfung. Hier ist die Bundesregierung aufgefordert, endlich eine niederschwellige Aufklärung anzubieten und diese auch dort zu streuen, wo sich Kinder und Jugendliche im Internet bewegen. Beispielsweise wurde ein im Salzburger Landtag beschlossene NEOS Antrag für eine Informations- und Aufklärungsbroschüre zur Corona-Schutzimpfung von Bundesminister Mückstein noch immer nicht umgesetzt. Das ist absolut ärgerlich“, so Huber.
     
  2. Gezielte Ansprache der Jugend: „Öffentliche Aufforderungen und Ermutigungen, sich impfen zu lassen, kann auch durch Personen des öffentlichen Lebens passieren. Die Bundesregierung hat es leider verabsäumt, Role-Models, mit denen sich Kinder und Jugendliche identifizieren können und die als kompetent und vertrauenswürdig wahrgenommen werden, anzubieten. Hans Krankl, Jazz Gitti oder Elisabeth Gürtler sprechen Kinder und Jugendliche leider definitiv nicht an“, ärgert sich Huber.
     
  3. Ursachenforschung gegen Impfmüdigkeit: „Wichtig ist die intensive Ursachenforschung, warum sich die Menschen gegen die Impfung entscheiden. Nur wenn man die Barrieren identifizieren kann, kann man gezielte Maßnahmen setzen. Der Prozentsatz der harten, radikalen Impfgegner ist relativ gering. Ein größerer Prozentsatz ist einfach unsicher. Hier kann man ansetzen, und hier muss Überzeugungsarbeit geleistet werden, sich impfen zu lassen. Auch hier ist die Bundesregierung bisher vieles schuldig geblieben“, so Huber abschließend.

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