Landtagssklub / Sebastian Huber

NEOS Salzburg: 12 % Rückgang bei „chefärztlichen Bewilligungen“

4. August 2021
Sebastian Huber

Eine parlamentarische Anfrage von NEOS-Gesundheitssprecher NR Gerald Loacker zu den „chefärztlichen Bewilligungen“ zeigt, wie stark der Einbruch der Patientenkontakte im ersten harten Lockdown wirklich war: „Um rund 12 % sind bei der ÖGK Landesstelle Salzburg die chefarztpflichten Bewilligungen im Jahr 2020 zum Vergleichsjahr 2019 zurückgegangen. Wurden im Jahr 2019 noch rund 326.000 Anträge und Verordnungen verschrieben, so waren es im Jahr 2020 nur mehr rund 288.000. Rückblickend kann man feststellen, dass der erste harte Lockdown im März/April 2020, zu weit weniger Patientenkontakten geführt hat. Die Patienten haben leider weniger ihre niedergelassenen Haus- oder Vertrauensärzte konsultiert. Dies kann leider negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Patienten haben. Arztpraxen sind sehr sichere Orte“, informiert NEOS-Salzburg Gesundheitssprecher, Zweiter Präsident, Dr. Sebastian Huber.

„In den Jahren 2019 und 2020 wurden von niedergelassenen Ärzten insgesamt rund 614.000 Anträge und Verordnungen bei der ÖGK-Salzburg gestellt. Das sind rund 840 Anträge pro Tag und Verordnungen. Am häufigsten wurden in beiden Jahren ‚Gelb RE 1 Medikamente‘ bewilligt. Das sind beispielsweise spezielle Medikamente zur Blutverdünnung oder zur Diabetes-Behandlung“, sagt Huber, der im Zivilberuf auch niedergelassener Facharzt für Innere Medizin ist.

„Am häufigsten abgelehnt wurden in beiden Jahren übrigens sogenannte ‚No Box Medikamente‘. Das sind Medikamente, die nicht im Erstattungskodex des Hauptverbandes der Sozialversicherungen angeführt sind. Sie können nur in seltenen, ausführlich begründeten Einzelfällen bewilligt werden. Die Ablehnungsquote war mit rund 4 % in beiden Jahren in etwa gleich niedrig“, so Huber abschließend.

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