« Zurück zur Übersicht

Kontrollamtsbericht zu „Friedhöfen“ dokumentiert Führungs- und Systemdefizite.

Christoph_Starzer_390x390

Starzer: „ÖVP-Vzbgm. Preuner schafft es nicht, wirtschaftliche Hausaufgaben zu lösen.“

 

Der heute im Kontrollausschuss besprochene Prüfbericht zu den städtischen ‚Friedhöfen‘ listet massive Führungs- und Systemdefizite im Ressort des ÖVP-Vizebürgermeisters Dipl.-Ing. Harald Preuner auf. DI Preuner schafft es nicht, in seinen städtischen Betrieben die betriebswirtschaftlichen Grundanforderungen zu erfüllen. Seine Ressortführung zeigt auf, dass die ‚Wirtschaftspartei‘ ÖVP in betrieblichen Angelegenheiten der Stadt überfordert ist“, stellt NEOS Gemeinderat und Mitglied des städtischen Kontrollausschusses, Dr. Christoph Starzer eingangs fest und fügt an: „Während im Prüfzeitraum der Jahre 2008 bis 2014 der Personalaufwand um mehr als 14 % angestiegen ist, sank die Zahl der belegten Gräber um 2,65 %. Und die Personalkosten werden sogar noch kaschiert, da vereinzelt Mitarbeiter über die Park- und Gartenanlagen abgerechnet wurden. Preuner weist die Personalkosten bewusst niedriger aus, als sie tatsächlich sind. Das Kontrollamt hat diesen Budget-Taschenspielertrick aufgedeckt.“

Der Kontrollamtsbericht legt des Weiteren offen, dass bei der Buchhaltung schlampig gearbeitet wurde. Forderungen bei den Friedhofsgebühren wurden nicht konsequent eingefordert. Offene Forderungen werden weder bei der Bestattung, noch bei den Friedhöfen bilanziert“, sagt Starzer und fügt an: „Somit ist auch die Bilanz der Friedhöfe unvollständig. Diese Zustände sind vollkommen unhaltbar und zeigen letztlich ein Führungsversagen, da diese Mängel schon länger bekannt sind oder bekannt sein hätten müssen. Für die Steuerzahler stellt sich hier die Frage: Wie viel Geld ist hier entgangen?

Völlig unverständlich ist für mich auch eine Kreditaufnahme von € 224.000. Bei ordnungsgemäßer und gewissenhafter Geschäftsführung der Friedhöfe müsste die Finanzierung notwendiger Investitionen aus laufenden Einnahmen und Investitionsrückstellungen möglich sein“ so Starzer.

Private Unternehmen zeigen vor, dass Bestattungen wirtschaftlich höchst erfolgreich geführt werden können. Die städtische Bestattung liefert aber nur einen von Defiziten strotzenden Kontrollamtsbericht nach dem anderen ab. DI Preuner hat es nicht geschafft, durch rechtzeitige Maßnahmen und Attraktivierung der Angebote der Stadt die Bestattung auf wirtschaftlich erfolgreiche Schiene zu bringen“, sagt Starzer und fügt abschließend an: „Offenbar hat DI Preuner über viele Jahre hinweg die Augen verschlossen und weggesehen. Den Erfolg der privaten Bestattungsunternehmer finanzieren die Salzburger Steuerzahler, weil es der ÖVP-Vizebürgermeister nicht schafft, seine wirtschaftlichen Hausaufgaben nur im Ansatz zu lösen.“