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Int. Lehrer-Welttag: Politik erschwert Arbeit der Pädagog_innen

Huber: „Schulautonomie ist langfristig der einzige Weg aus der bildungspolitischen Sackgasse.“

GR Sebastian Huber
GR Sebastian Huber

Nach jahrzehntelangen politischen Lagerkämpfen ist das heimische Bildungssystem von politischem Postenschacher und den ewig gleichen ideologischen Machtkämpfen zwischen Rot und Schwarz dominiert: „Der ÖVP und SPÖ fehlt einfach der Blick auf das große Ganze. Schulautonomie ist langfristig der einzige Weg aus der bildungspolitischen Sackgasse. Bildungseinrichtungen müssen parteipolitischer Bevormundung entzogen werden. Autonome Schulen können eigenständig neue Wege gehen und schnell, flexibel und realitätsnah agieren“ stellt der Vorsitzende des Bildungsausschusses, NEOS GR Dr. Sebastian Huber eingangs fest und fügt an: „Eine höhere Schulautonomie kann ein guter Hebel dafür sein, vielfältige und selbstbewusste Schulen und engagierte Pädagoginnen und Pädagogen hervorzubringen. Das führe dann auch zu besseren Lernergebnissen der Schülerinnen und Schüler.“

Als einzige Partei hat NEOS eine klare Vision, wie die Schule der Zukunft aussehen soll: „Wir benötigen die volle pädagogische, personelle und finanzielle Autonomie für die Schulen mit dem Ziel, die Vielfalt und Verantwortung zu stärken. Ebenfalls müssen gemeinsame Kompetenzstandards in Form einer `Mittleren Reife` mit 15 Jahren, um einen gemeinsamen Rahmen zu gewährleisten, eingeführt werden“, sagt Huber und fügt an: „Unbedingt eingeführt werden muss ebenfalls ein Bildungsscheck für Kinder und Jugendliche, welcher zum Ziel die freie Schulwahl hat.“

Der gelernte Österreicher weiß, welches Buch in der Schule das wichtigste ist: das Parteibuch: „Es bestimmt Direktoren und Verwaltung. Auf der Strecke bleiben die Motivation engagierter Pädagoginnen und Pädagogen und mit ihnen die Neugierde und Talente unserer Kinder und Jugendlichen. Wir NEOS fordern, dass die Parteibücher endlich aus der Schule verschwinden sollen“, stellt Huber fest.

Trotz all diesen Steinen, welchen den vielen engagierten Pädagoginnen und Pädagogen täglich in den Salzburger Schulen in den Weg gelegt werden, eröffnen sie unseren Kindern und Jugendlichen täglich neue Welten und neue Perspektiven. „Sie vermitteln Ideen und Gedanken, die für das Verständnis der Vergangenheit, für die Erfassung der Gegenwart und die Gestaltung der Zukunft von unschätzbarem Wert sind“, sagt Huber und fügt abschließend an: „Wir brauchen keine pädagogischen Maschinisten. Wir brauchen eigenständige, starke Pädagoginnen und Pädagogen, zum Wohl unserer Kinder.“