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Höchste Zahl an Keuchhusten-Erkrankungen seit 1990 zeigt Wichtigkeit von Impfungen

Huber: „Bereits nach der ersten Impfdosis sinkt das Erkrankungsrisiko um 40%.“

GR Sebastian Huber
GR Sebastian Huber

„In den vergangenen vier Jahren sind die Erkrankungen an Keuchhusten (Pertussis) in der Stadt Salzburg erfreulicherweise deutlich zurückgegangen. Beunruhigend ist jedoch, dass es in diesem Jahr bis Mitte November im Land Salzburg mit 91 Erkrankungen bei weitem die meisten Fälle von Keuchhusten seit 1990 gab“, sagt NEOS-Gesundheitssprecher und Internist Dr. Sebastian Huber, der dabei auf seine Anfrage vom März dieses Jahres verweist: „Da es bereits zu Beginn des Jahres einen Engpass beim Keuchhusten-Impfstoff gab, habe ich die Anfrage eingebracht, um über den aktuellen Stand informiert zu sein“, erklärt Huber. Die aus der Antwort gewonnenen Zahlen ergäben für die Stadt Salzburg folgendes Bild:

„Im Jahr 2011 gab es noch 18 Fälle von Keuchhusten, in den Jahren 2012 und 2013 nur noch 12 Fälle und im vergangenen Jahr gab es in der Stadt nur noch 6 Keuchhusten-Erkrankungen. Das ist sehr erfreulich, vor allem, da die Zahlen somit dem steigenden Trend im Land und im Bund bisher entgegenliefen“, weiß Huber. Doch nicht nur die absoluten Zahlen seien rückläufig:

„Im Jahr 2011 waren noch 31% aller im Land Salzburg gemeldeten Keuchhusten-Fälle in der Stadt, im vergangenen Jahr waren es nur noch rund 15%. Die Zahlen zeigen auch, wie wichtig die Impfung ist. Denn die generelle Impfbereitschaft sowie die Impfquoten sind in der Stadt Salzburg offenbar höher als im Land.“

„Vor allem für Neugeborene ist Keuchhusten eine Gefahr. Deshalb empfehlen sowohl das Bundesministerium für Gesundheit als auch das Robert-Koch-Institut in Berlin diese im Allgemeinen gut verträgliche Impfung vor allem für Säuglinge und schwangere Frauen. Denn schon nach der ersten Impfdosis sinkt das Erkrankungsrisiko um 40%“, so Huber, der darauf hinweist, dass auch Erwachsene und Jugendliche unbedingt an die Auffrischungsimpfung denken sollten:

„Die erste Auffrischungsimpfung sieht das Robert-Koch-Institut bereits im Vorschulalter vor. Da Geschwisterkinder und weitere Familienangehörige Überträger des Keuchhustens sein können, ist es für den Schutz der Kleinkinder sehr wichtig, dass möglichst die gesamten Familien geimpft sind“, sagt Huber.

 „Angesichts der inzwischen deutlich steigenden Krankheitszahlen hoffe ich, dass bald wieder uneingeschränkt Impfstoff gegen Keuchhusten geliefert werden kann und dieser auch für Jugendliche und Erwachsene in ausreichendem Maß zur Verfügung steht. Alle Bürgerinnen und Bürger sollten die Möglichkeit nutzen, sich selbst und ihre Kinder kostenfrei gegen diese Krankheit zu schützen. Auch die verantwortlichen Politiker in Land und Stadt Salzburg sind aufgefordert dies mit entsprechenden PR-Maßnahmen zu begleiten“, appelliert Huber abschließend an die Impfbereitschaft der Salzburgerinnen und Salzburger.