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Griesgasse Neu: Bauausschuss gibt grünes Licht für Umgestaltung

Unterkofler: Stadt investiert rund zwei Millionen Euro in neue Flaniermeile

Stadträtin Barbara Unterkofler
Stadträtin Barbara Unterkofler

Gegen die Stimmen der BL und der FPÖ hat heute Dienstag, 24. Februar 2015, der Bau- und Liegenschaftsausschuss der Stadt Salzburg den Vergabeamtsbericht für die definitiven Umbaumaßnahmen in der Griesgasse beschlossen. Aus der ehemals dreispurigen Durchzugsstraße soll bis zum Sommer eine ansprechende Flaniermeile werden. Rund 2 Millionen Euro wird die Stadt in die Umgestaltung investieren.
„Unser Ziel ist es, Salzburgs Altstadtkern Schritt für Schritt aufzuwerten und attraktiv zu gestalten. Mit dem `Neuen Verkehrskonzept Innenstadt´ wurden im Oktober 2013 die Weichen für straßenbauliche Maßnahmen in diesem sehr sensiblen Bereich gesetzt. Jetzt geht die Neugestaltung der verkehrsberuhigten Griesgasse in die Zielgerade“, freut sich Baustadträtin Dr. Barbara Unterkofler.

Die Umgestaltung, die von den Architekten DI Erich Wagner (Salzburg) und DI Eduard Widmann (Wien) geplant wurde, sieht barrierefreie Flächen aus Granitsteinpflaster in einem Straßenbelag aus ockergelbem Splittmastix vor. Darüber hinaus werden Querbänder in der neuen Flaniermeile auf Hauseingänge und Durchgänge hinweisen. Ein Lichtkonzept mit speziell entworfenen Kandelabern wird die Gasse von herkömmlichen Straßen abheben und ihren neuen Charakter betonen. Auf allgemeinen Wunsch wird es auch grüne Gestaltungs- und Wohlfühlelemente geben. Immergrüne Bäume werden auf einer Straßenseite ins Erdreich gepflanzt. Unterkofler: „Auch bei diesem Projekt war mir die Einbindung aller Betroffenen sehr wichtig. In mehreren Gesprächs- und Vorstellungsrunden konnten AnrainerInnen, Geschäftsleute und Altstadtverband ihre Wünsche und Anregungen äußern, die – wo immer möglich – in die Planung eingeflossen sind.“

Geplante Bauzeit ist von Ende März bis Mitte Juli sowie von Ende August bis Mitte Oktober 2015. Während der Festspielzeit werden die Bauarbeiten unterbrochen. Nach dem Beschluss im Bauausschuss müssen jetzt noch der Senat und der Gemeinderat grünes Licht für die definitive Neugestaltung geben.

Im Rahmen der letzten Parteienverhandlungen wurde vereinbart, nochmals eine Evaluierung der Innenstadtregelung vorzunehmen. Wie die ausgewerteten Daten zeigen, hat sich der Verkehr in der Innenstadt in den vergangenen zwei Jahren aufgrund der neuen Regelung um insgesamt 14 Prozent verringert und somit auf ca. 86 Prozent der ursprünglichen Verkehrsbelastung eingependelt. Hauptausweichroute ist die Achse Lindhofstraße mit einem Zuwachs von rund 14 Prozent. Auf allen anderen Routen konnten so gut wie keine Beeinflussungen durch die „Verkehrsregelung Innenstadt“ gemessen werden. Die Ergebnisse der Evaluierung werden im kommenden Planungsausschuss vorgestellt.

Aufgrund bester Erfahrungen mit der Firma Ing. Hans Bodner beschloss der Ausschuss einstimmig die neuerliche Vergabe der Tiefbauarbeiten u.a. zur Leitungsverlegung und Fundamenterstellung von Ampelmasten und Steuergeräten mit einem Gesamtkostenrahmen von maximal 250.000,- Euro brutto an diese Firma. Damit können die notwendigen Grabungsarbeiten an den 140 Verkehrslichtsignalanlagen sowie 62 Gelbblinkanlagen mit knapp 6.000 Lichtpunkten in der Stadt Salzburg durchgeführt werden.

Ebenfalls einstimmig wurde der Gesamtkostenrahmen für die Bodenmarkierungsarbeiten mit max. 300.000,- Euro festgelegt und der Auftrag an die Firma Straßenbedarf GmbH, Salzburg, vergeben. Der Amtsbericht geht weiter an den Gemeinderat.

  • Stefan Brandauer

    S. g. Fr. Unterkofler,

    Gratuliere zu den Maßnahmen, als sehr regelmässiger in-die-Stadt-Geher, bin ich dem Projekt gegenüber positiv eingestellt.
    Was ich nicht ganz rauslese bzw. noch nicht ganz klar ist: ist die Griesgasse dann gänzlich verkehrsbefreit? Momentan ist die Griesgasse ja nach wie vor Durchfahrtsstrasse, OBus und Taxi – wenns unbedingt sein muss, allerdings fahren da noch gar nicht so wenige Pkws durch, teils aus Unwissen (Touris), teils aus Frechheit (wie ich aus den Kennzeichen schlussfolgere).

    Weiters: ockergelber Asphalt geniesst ja in Sbg nicht unbedingt den besten Ruf und hat beim Festspielhaus zu einer ordentlichen Posse geführt. Weshalb also die Wahl in der Gg auch wieder so zu asphaltieren? Blüht uns hier dann nicht das gleiche Phänomen (nur wenige Wochen ocker, danach eh wieder grau)? Wie hoch ist die Kostendifferenz zwischen ocker und standard?

    Vielen Dank im Voraus
    StB

    • Stefan Brandauer

      Liest das hier eigentlich irgendjemand?

    • Barbara Unterkofler

      S.G Herr Brandauer,
      vielen Dank für Ihre Nachricht. Nein, die Griesgasse wird nicht verkehrsbefreit sein, Busse und Taxis dürfen nach wie vor dort fahren, nicht aber der Individualverkehr (ausgenommen Anlieferung bis 11 Uhr). Dieses Verkehrskonzept ist vom Gemeinderat so beschlossen worden.
      Der Asphalt wird eine ähnliche Farbe haben wie in der Hofstallgasse, weniger gelb, eher beige. Kombiniert mit Granitpflaster. Ich denke, das wird diese Gasse extrem aufwerten und wurde diese Planung in enger Abstimmung auch mit den vor Ort Betroffenen abgestimmt.
      Ende März geht es los, vor den Festspielen im Sommer werden wir fertig sein. Bin schon gespannt….

      • Stefan Brandauer

        Vielen Dank auch für Ihre Antwort;
        Hmm, also wird sich verkehrstechnisch (leider) nichts ändern, schade eigentlich, aber wenns der Gemeinderat so möchte …
        Bin jedenfalls auch schon sehr neugierig, wie die Gg sich dann optisch präsentiert 🙂

        Beste Grüsse

        StB