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Gesundheitspolitik: Ambulant vor stationär.

14.02.2014 NEOS Salzburg

NEOS fordern Hilfestellung für Hausärzte und Förderung von Gesundheitszentren, in denen Haus- und Vertrauensärzte gemeinsam mit anderen gesetzlich geregelten Gesundheitsberufen zusammenarbeiten. Das spart Kosten. Das Krankenhaus sollte lediglich Not-und Akutfällen sowie gravierenden Krankheitsbildern vorbehalten sein.

Sebastian Huber, Listenzweiter für den Gemeinderat der NEOS in Salzburg, fordert die Stärkung der Haus- und Vertrauensärzte und ein klares Bekenntnis der Politik zum ambulanten Bereich. „Im Vorfeld eines Krankenhausaufenthaltes können Haus- und Fachärzte des Vertrauens viel abfangen“, so InternistSebastian Huber. Einerseits stellt die ambulante Versorgung – vor allem in Zeiten des Sparzwanges essentiell – eine wesentlich kostengünstigere Versorgung der Patienten dar. 
Andererseits kennen Haus- und Vertrauensärzte ihre Patienten oft seit langer Zeit, wissen über Vorbefunde und die Krankheitsgeschichte Bescheid und können ihre Patienten oft „ganzheitlicher“ behandeln, als dies den Ärzten in einer Krankenhaus-Ambulanz möglich wäre. 

Stärkung der Hausärzte.
„Das Ziel, “ so Sebastian Huber, „ist die Hausärzte zu stärken und sie auf allen Fronten zu unterstützen, um diesen Beruf wieder attraktiv zu machen.“ Die Stellensituation in Stadt und Land Salzburg zeigt schon jetzt, dass Hausarztpraxen nicht oder nur nach langer Vakanz nachbesetzt werden können. In der Stadt waren zuletzt zwei Stellen über längere Zeit frei und konnten nicht nachbesetzt werden. Die Stelle von Dr. Kopetzky ist mittlerweile nachbesetzt, die Stelle von Dr. Warta ist seit einem Jahr, obwohl sie österreichweit ausgeschrieben wurde, unbesetzt. Eine weitere Stelle wird bald ausgeschrieben. 

Am Land stellt sich die Situation noch verschärfter dar: Im gesamten Land Salzburg sind derzeit sechs Stellen teilweise schon seit über sechs Monaten unbesetzt. Eine im in Tamsweg, zwei im Pinzgau (Zell am See und Maria Alm), drei im Pongau (Werfen, Bischofshofen, Grossarl). „Die Gründe sind vielfältig, vor allem der administrative Aufwand, das hohe finanzielle Risiko, belastende Wochenend- und Feiertagsdienste und die unzureichende Ausbildung machen den Beruf für viele uninteressant“, weiß Sebastian Huber.

NEOS Salzburg fordert deshalb eine rasche Hilfestellung für Hausärzte:

  • zum Beispiel bei der Errichtung einer Praxis,
  • durch das zur Verfügung stellen von Räumlichkeiten,
  • Erleichterung bei der Administration,
  • gegebenenfalls Unterstützung durch Subventionen.

Ebenso unterstützen die NEOS die Salzburger Initiative Allgemeinmedizin (SIA), mittels derer die Ausbildungssituation für angehende Allgemeinmediziner bereits während des Turnus markant verbessert wird.