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Gedenktag der Novemberpogrome: Niemals Vergessen

Thöni: „NEOS organisiert weitere Projekte für Toleranz, Offenheit und Wertschätzung.“

GR Cornelia Thöni
GR Cornelia Thöni

„Morgen jähren sich zum 77. Mal die nationalsozialistischen Novemberpogrome. In der Nacht vom 9. auf 10. November 1938 wurden im gesamten deutschen Machtbereich Synagogen in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte sowie Wohnungen zerstört und verwüstet. Zahlreiche Juden wurden bei den Pogromen getötet oder verletzt“, stellt NEOS Kultursprecherin Gemeinderätin Mag. Kornelia Thöni eingangs fest und fügt an: „Für viele jüdische Salzburger und Salzburgerinnen bedeutet die Pogromnacht einen tiefen Einschnitt. Noch nicht arisierte Geschäfte und die Einrichtung der Synagoge wurden demoliert und verwüstet. In Hallein und Bad Gastein wurde jüdisches Eigentum beschädigt. Rund 70 jüdische Männer wurden nach Verhaftungen der SS nach Dachau deportiert, Frauen und Kinder blieben allein zurück. Am 12. November 1938 wurde Salzburg für „judenrein“ erklärt.“

Anlässlich des Gedenktages an die Opfer der nationalsozialistischen Novemberpogrome des Jahres 1938 ruft Thöni die vor 3 Wochen stattgefundene Theateraufführung der „letzten Zeugen“ ins Gedächtnis: „Es war uns NEOS ein großes Anliegen „die letzten Zeugen“ nach Salzburg zu bringen. Es war womöglich die letzte Möglichkeiten, jene zu hören und zu sehen, die den rassistischen Wahn der Nationalsozialisten überlebten und als Zeitzeugen aus erster Hand über ihre schrecklichen Ereignisse berichten können“, sagt Thöni und fügt an: „Mit unserer Idee haben wir Eigeninitiative bewiesen, dass jeder und jede etwas aktiv gegen rassistische und rechtsextreme Umtriebe tun kann. Durch die ausverkaufte Schülervorstellung konnten wir besonders viele Schülerinnen und Schüler der Stadt Salzburg erreichen, sensibilisieren und aufklären.“

Wie wichtig die Sensibilisierung und die Aufführung der „letzten Zeugen“ ist zeigt aktuell die Beschmierung des Rosa-Hofmann-Denkmals im Stölzlpark in Maxglan: „Gerade dieser Vorfall zeigt wie wichtig Aufklärung und die Auseinandersetzung mit unserer eigenen Geschichte ist. Wir dürfen nicht vergessen was damals passiert ist“, sagt Thöni und fügt abschließend an: „Ausgehend vom Projekt ‚Die letzten Zeugen‘ werden wir in den kommenden Jahren viele unterschiedliche Projekte für Toleranz, Offenheit und Wertschätzung organisieren. Die Aufführung „der letzten Zeugen“ war erst der Anfang.“