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Flüchtlinge können durch Arbeit aktiv in die Gemeinde eingebunden werden

22.09.2014 Michael Koch

Koch: „Auch in Abtenau gibt es Möglichkeiten zum Anpacken und Umsetzen“.

Michael Koch, Gemeinderat in Abtenau
Michael Koch, Gemeinderat in Abtenau

Trotz der teilweise sehr emotionalen Diskussion rund um das neue Flüchtlingslager möchte NEOS Abtenau Gemeindevertreter Michael Koch seinen Dank und seine Wertschätzung allen Abtenauerinnen und Abtenauern aussprechen, die in den letzten Tagen einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion rund um das Flüchtlingslager leisteten: „Wir Abtenauer sind als gastfreundliche Menschen bekannt. Jetzt ist es an der Zeit diese positive Eigenschaft jenen Menschen entgegen zu bringen, die sie dringend benötigen. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir die Situation zum Wohle Aller bewältigen“, sagt Gemeindevertreter Koch.

Nicht nachvollziehbar ist für Michael Koch die Art und Weise, wie das Innenministerium und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner mit der Abtenauer Gemeindepolitik im Zuge der Errichtung der Flüchtlingsunterkunft in der Voglau umgegangen ist: „Man ist einfach über uns Abtenauer ohne Vorlaufzeit drübergefahren. Man hätte die Abtenauer Bürger und insbesondere die unmittelbaren Anrainer in der Voglau frühzeitig informieren müssen“, stellt Gemeindevertreter Koch verärgert fest.

Vergangenen Mittwoch sind 40 Flüchtlinge aus Syrien in ihre neue Unterkunft in der Voglau eingezogen und werden einige Monate in Abtenau bleiben. Für NEOS Gemeindevertreter Koch sollen die Flüchtlinge während ihres Aufenthaltes in Abtenau aktiv in die Gemeinde eingebunden werden: „In der Stadt Salzburg hat der Magistrat seit März 2013 Asylbewerber beim Abfallservice, im Bauhof und im Gartenamt eingesetzt“, weiß Koch und fügt hinzu: „Auch in Abtenau gibt es Möglichkeiten zum Anpacken und Umsetzen. Der Bürgermeister ist hier gefordert ein Konzept auszuarbeiten“.

Aber auch die Abtenauerinnen und Abtenauer könnten sich, mit Unterstützung der Gemeinde, aktiv in der Flüchtlingsarbeit einbringen: „In vielen Städten gibt es ein ‚Freundesnetzwerk‘. Einheimische zeigen zugezogenen Fremden die Stadt, treffen sich einmal pro Woche mit ihnen und sind für die Neuankömmlinge die ersten ‚neuen‘ Freunde. Mit Unterstützung der Gemeinde können wir ein Abtenauer ‚Freundesnetzwerk‘ für die Flüchtlinge etablieren“, sagt Michael Koch abschließend.