Erhaltet das Henkerhaus

Foto-Henkerhaus-I

Das Gebäude stellt ein einzigartiges Zeugnis eines der letzten sichtbaren Denkmäler der Salzburger Rechtsgeschichte dar.

Prozessionsartig wurden in früheren Zeiten die „armen Sünder“ vom ehemaligen Stadtgericht am Waagplatz über die „Untere Zeil“ (heute Nonntaler Hauptstrasse) bis nach Gneis von hunderten Schaulustigen begleitet, um hier die Vollstreckung des Urteils mitzuerleben. Zur volksfestähnlichen Stimmung wurden auf der Gneiser Wiese frisch gebackene Krapfen feilgeboten.

Das Henkerhaus hat in Salzburg einen großen historischen Wert und soll für kommende Generationen unbedingt erhalten bleiben. Der momentane Zustand kann als besorgniserregend eingestuft werden, wenn nichts geschieht wird es wohl verfallen. Die Initiative von GR Mag. Cornelia Thöni soll Bewusstsein um dieses einmalige Ensemble und dessen geschichtlichen Wert schaffen und die Stadt und Ihre Verantwortlichen zum Handeln auffordern. Ein dementsprechender Antrag wurde bereits im Herbst 2014 in den Kulturausschuss eingebracht.

Von mehreren Fremdenführern wurde eigens eine Führung vom Krauthügel zur Neukommgasse in Gneis erarbeitet.

GR Mag. Cornelia Thöni führte gemeinsam mit weiteren 5 FremdenführerInnen 70 interessierte Salzburgerinnen und Salzburger vom "falschen Henkershaus" in der Almgasse zum richtigen Henkershaus in der Neukommgasse.
GR Mag. Cornelia Thöni führte gemeinsam mit weiteren 5 FremdenführerInnen 70 interessierte Salzburgerinnen und Salzburger vom „falschen Henkerhaus“ in der Almgasse zum richtigen Henkerhaus in der Neukommgasse.