DIE LETZTEN ZEUGEN

Wegen zuletzt vieler Zerstörungen mit rechtsextremem Hintergrund haben wir NEOS das Stück „Die letzten Zeugen“ nach Salzburg geholt. Cornelia Thöni: „Es dauerte ein Jahr bis es uns gelang, die dafür benötigten 30.000 Euro an Spenden zusammenzubringen. Es war uns einfach wichtig, ein kräftiges Zeichen gegen diesen Hass, gegen Intoleranz und gegen Rechtsextremismus zu setzen.“
Quelle: ORF | Salzburg heute

11. & 12. Oktober 2015 Landestheater Salzburg

NEOS Kultursprecherin Cornelia Thöni hatte die Idee für eine Aufführung des Burgtheaterstückes „Die letzten Zeugen“. Gemeinsam mit den JUNOS Salzburg holte sie „Die letzten Zeugen“ am 11. und 12. Oktober 2015 in das Salzburger Landestheater: „NEOS und JUNOS haben einen erheblichen Teil an Spenden lukriert. Damit – und mit den Eintrittspreisen – sind die Kosten für eine Vorstellung gedeckt. Als Veranstalter tritt der eigens gegründete Verein ‚Die österreichischen Freunde des Theaterstücks ‚Die letzten Zeugen‘‘ auf“, sagt Thöni und fügt erfreut an: „Ich möchte mich herzlich bei Intendant Carl Philip von Maldeghem bedanken, der sein Haus zur Verfügung stellt.“

v.l.n.r. Hanna Feingold, GV Roland Bamberger, GR Mag. Kornelia Thöni, Hofrat Marko Feingold
v.l.n.r. Hanna Feingold, GV Roland Bamberger, GR Mag. Cornelia Thöni, Hofrat Marko Feingold

„Die letzten Zeugen“ nach Salzburg zu bringen ist eine einmalige Chance und womöglich auch eine der letzten Möglichkeiten, jene zu hören und zu sehen, die den rassistischen Wahn der Nationalsozialisten überlebten und als Zeitzeugen aus erster Hand über ihre schrecklichen Ereignisse berichten können. „Unter den sieben Zeitzeugen der ‚letzten Zeugen‘ ist auch der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburgs, Hofrat Marko Feingold“, sagt Thöni und fügt hinzu: „Ich habe mich gefragt was ich als einfache Gemeinderätin gegen diesen Hass und diese Intoleranz tun kann. Wir NEOS haben kein Geld zu verteilen. Mit dieser Idee haben wir Eigeninitiative bewiesen, dass jeder und jede etwas aktiv gegen rassistische und rechtsextreme Umtriebe tun kann. Wir möchten möglichst viele Jugendliche der Stadt Salzburg und Salzburgerinnen und Salzburger erreichen, sensibilisieren und aufklären“, so Thöni.

Potentielle Unterstützer für das Theaterprojekt „Die letzten Zeugen“ und Mitstreiter im Kampf gegen Rechtsextremismus möchte Gemeinderätin Thöni mit einem überparteilichen Verein ansprechen: „Ich habe den Verein ‚Die österreichischen Freunde des Theaterstückes ‚Die letzten Zeugen‘‘ gegründet. Ausgehend vom Projekt ‚Die letzten Zeugen‘ möchte ich in den kommenden Jahren viele unterschiedliche Projekte für Toleranz, Offenheit und Wertschätzung organisieren. Salzburgerinnen und Salzburger sind herzlich eingeladen in unserem Verein anzupacken und mitzuarbeiten“.

75 Jahre nach dem Novemberpogrom 1938
Ein Projekt von Doron Rabinovici & Matthias Hartmann

11. & 12. Oktober 2015 Landestheater Salzburg

Novemberpogrom 1938. Sie sind die Letzten. Wie lange werden wir noch Überlebende befragen können, wie lange ihnen noch zuhören dürfen? Sie treten auf und sprechen, um zu erzählen, wie sie der Vernichtung knapp entkamen.

Foto: Reinhard Maximilian Werner
Foto: Reinhard Maximilian Werner

Sie bezeugen, wie Unzählige getötet wurden. Der Mord an Millionen liegt ihrem Leben zugrunde. Was geschah, vergessen zu machen, heißt, sie ein weiteres Mal auslöschen zu wollen. Sie bekunden, was ihnen widerfuhr. Aus Kollegen wurden Räuber. Aus Nachbarn wurden Mörder. Die Verfolgten wussten nicht, wie ihnen geschah. Die Zeit heilt nichts. Wovon sie uns berichten, bleibt eine offene Wunde. Was aber, wenn ihre Stimmen versiegen?

Szenenfotos (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Bilder: Reinhard Maximilian Werner

zeugen_II_28s-028s zeugen_II_26s-026s zeugen_II_27s-027s zeugen_II_13s-013s
zeugen_II_11s-011s zeugen_II_08s-008s zeugen_II_07s-007s zeugen_II_03s-003s
zeugen_II_01s-001s zeitzeugen_1_10s-010s