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Bürgermeister Schaden versenkt nächstes Großprojekt

Rößlhuber: „Die Euregiobahn ist für Salzburg alternativlos!“

GR Lukas Rößlhuber
GR Lukas Rößlhuber

Schwer enttäuscht zeigt sich NEOS Verkehrssprecher Lukas Rößlhuber mit Blick auf die plötzliche Absage an die Euregiobahn durch Bürgermeister Dr. Heinz Schaden: „Ich bin über diese 180°-Wende entsetzt. Noch am 16. März dieses Jahres sprach der Bürgermeister anders über die Planungskosten, die er nun so verteufelt. Damals sprach er noch den – so wörtlich – nicht abschätzbaren Standortvorteil für die Region Salzburg an und sagte: ‚Investitionen in die Schieneninfrastruktur wirken über viele Generationen‘, zitiert Rößlhuber den Salzburger Bürgermeister aus dessen eigener Presseaussendung.

„Ganz offensichtlich ist ihm der Blick auf die vielen künftigen Generationen inzwischen abhanden gekommen – das liegt wohl zum einen an seiner Amtsmüdigkeit, die er täglich aufs Neue demonstriert. Zum anderen daran, dass die Fertigstellung der Bahn nicht mehr in seine Amtszeit fallen würde. Da er sich also nicht damit schmücken kann, versenkt er nach dem Demokratiemodell nun das nächste Großprojekt, auf das bereits Jahrzehnte hingearbeitet wurde. Sein Verhalten zeigt einmal mehr, dass 16 Jahre als Bürgermeister zu viel sind – offensichtlich ist Bürgermeister Schaden rücktrittsreif“, so Rößlhuber weiter.

Dass Bürgermeister Dr. Schaden den O-Bus in einem heute in den Medien erschienenen Interview als Alternative zur Euregiobahn sieht, ringt Rößlhuber nur ein müdes Lächeln ab: „Der O-Bus ist an seiner oberen Leistungsfähigkeit angelangt. Der Anteil des öffentlichen Verkehrs ist in der Stadt Salzburg in den letzten Jahren stetig gesunken, zuletzt auf 14,6%. Der Anteil der Autofahrer hat sich hingegen auf 36,9% erhöht und das hat seinen Grund. Die Euregiobahn ist für die Stadt Salzburg alternativlos“, betont Rößlhuber eindringlich.

„Vor zwei Wochen war ich zu Gesprächen bei den Bürgermeistern Rasp und Flatscher in Berchtesgaden und Freilassing. Hier sollte sich Heinz Schaden eine Scheibe abschneiden: Gesicherte Trassenführung, kein Widerstand gegen private Finanzierungsmodelle und ein offenes Bekenntnis zur Euregiobahn. Leider habe ich in den Gesprächen wohl Recht behalten, als ich gesagt habe: Dieses Projekt wird es erst geben, wenn wir einen neuen Bürgermeister haben“, so Rößlhuber, der abschließend einen Appell an Bürgermeister Schaden richtet:

„Herr Bürgermeister, springen Sie über Ihren Schatten und haben Sie Mut! Die künftigen Generationen werden es Ihnen danken.“