NEOS Gemeinderatsfraktion Stadt Salzburg

Ob Anja Hagenauer mit ihrer Schwarz-Impfung wirklich ein Vorbild war?

14. January 2021
Lukas Rösslhuber

Mit dem Impf-Plan der Landesregierung besteht die Hoffnung, dass sich das Chaos der letzten Zeit wieder normalisiert. Die bisherigen Zahlen: Österreich 3.000 Corona-Tote in den Seniorenheimen, das sind durchschnittlich 10 pro Tag. NEOS-Gemeinderat Lukas Rößlhuber: „Das egoistische Vordrängen der Salzburger SPÖ-Stadträtin Anja Hagenauer, die damit auch das Durcheinander noch unübersichtlicher gemacht hat, war da nicht hilfreich.“

Ob Anja Hagenauer mit ihrer Schwarz-Impfung wirklich ein Vorbild war?

Rößlhuber: „Während ich auf die Antworten aus dem Büro Hagenauer warte, wie viele Seniorenheimbewohner geimpft wurden, lese ich in den Zeitungen nichts Gutes: Salzburg hat die höchsten Infektionszahlen und ein entsprechendes Chaos rundherum. Der Plan wäre gewesen, die Risikogruppe wo es die meisten Todesopfer gibt, in den Seniorenwohnhäusern zuerst zu impfen, und zwar, nachvollziehbar so, dass nach der ersten Teilimpfung die zweite Teilimpfung planbar folgen soll. Daher wurde entsprechend die Hälfte der ersten Lieferung zurückgehalten. 

Dieser Plan wurde jedoch politisch über den Haufen geworfen: Alles rausgeballert, an doppelt so viele Impflinge aus der Risikogruppe Seniorenwohnheime, inklusive einer Stadträtin aus der Ellbogenabteilung, mit dem unangenehmen Zwischenergebnis, dass wir jetzt vor der Frage stehen, ob denn die zweite Tranche überhaupt noch für die bereits vorgezogene Gruppe, inklusive der sich selbst vorziehenden Stadträtin, reichen wird. Sicher ist das nämlich nicht.“ Die Salzburger Nachrichten von vorerst noch „sehr geringen“ Impf-Reaktionen (SN, 12.01 und 13.01., Huber/Prlic) und zitieren den Impfkoordinator der Landessanitätsdirektion, Robert Sollak: „…werde es vorübergehend nicht möglich sein, weitere Personen zu impfen. ‚Eine Handvoll können wir jetzt impfen, der Rest wird unzufrieden sein’, so Sollak.“ - Was für ein Vorbild!“

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