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Biennale-Aus für NEOS logische Konsequenz.

Christoph-StarzerGemeinderätin Cornelia Thöni

 

Starzer/Thöni: „Kennzahlen der Biennale haben sich rapide verschlechtert.

Spätestens seit dem kritischen Kontrollamtsbericht zur Biennale war für mich klar, dass das Aus der Biennale die einzig logische Konsequenz sein kann. Bereits im Juli dieses Jahres forderte ich den Bürgermeister auf, sich intensiv mit der Biennale zu beschäftigen. Die Kennzahlen der Biennale haben sich über die letzten Jahre rapide verschlechtert“, stellt NEOS Gemeinderat und Mitglied des städtischen Kontrollausschusses, Dr. Christoph Starzer eingangs fest und fügt an: „Beispielsweise sank der Grad der Eigenfinanzierung vom Jahr der Gründung (2009) von 25 % auf 16 % im Jahr 2014. Die Fördermittel der Stadt blieben jedoch mit € 600.000 alle zwei Jahre konstant hoch. Ebenfalls sanken die Besucherzahlen von 7.800 im Jahr 2009 auf 2.540 im Jahr 2015. Die Stadt hat somit für jeden Besucher und jede Besucherin € 236 ausgegeben. Bei den Verantwortlichen hätten angesichts der deutlichen Abnahme der Besucherzahlen – minus 67 % seit 2009 – die Alarmglocken bereits früher schrillen müssen“.

Es steht außer Streit, dass es ein Festival für zeitgenössische Musik schwer hat und ohne öffentliche Subvention nicht umsetzbar gewesen wäre. Als mit der Musik tief verbundene Stadt hat ein Festival für zeitgenössische Musik seinen Platz in der vielfältigen Kulturlandschaft Salzburgs verdient“, sagt NEOS Kultursprecherin Mag. Kornelia Thöni und fügt an: „Zeitgenössische Musik ist ein eigener Musikzweig, der aber auch sein Publikum hat. Es stellt sich die Frage, warum die Biennale nicht funktioniert hat. Hat man die richtigen Stellschrauben im Bereich des Marketings gesetzt oder resultierten die sinkenden Besucherzahlen aufgrund des künstlerischen Angebots?“

Dass die frei werdenden Mittel für Aktivitäten der zeitgenössischen Kunst eingesetzt werden, begrüßt NEOS. Der zuständige Bürgermeister soll frühzeitig alle Fraktionen über die weitere Vorgangsweise informieren“, sagen Starzer und Thöni und fügen abschließend an: „Kritisch sehen wir die fehlende Selbstreflexion der Verantwortlichen der Biennale. In der offiziellen Stellungnahme der Stadt werden mit keinem Wort die stark sinkenden Besucherzahlen oder auch ein verfehltes Marketing thematisiert. Hier hätten wir uns zum Schluss etwas mehr Ehrlichkeit gewünscht“.

 

http://salzburg.orf.at/news/stories/2812428/