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Betroffene Stellungnahme zum Freiheitlichen Akademikerverband Salzburg

Betroffene Stellungnahme zum menschenverachtenden „Phasenplan für eine nachhaltige Rückwanderungspolitik“ des Freiheitlichen Akademikerverbandes Salzburg.

„Millionen Neger wollen selbst aus Afrika weg, nach Europa, wo alles hier gratis und ohne Arbeit zu erhalten ist. Sie flüchten vor sich selbst, sie bringen ihr Unwissen, ihr Analphabetentum, ihren Haß (sic!) und Streit unter sich und ihren Haß auf uns Weiße nach Europa mit und Europa wird spätestens in 50 Jahren im Chaos und Sumpf enden, wie wir es heute in Südafrika sehen“

Die Zeilen sind nicht etwa aus dem „Stürmer“ zitiert und fanden ihren Ursprung im Nationalsozialismus – Nein, sie sind Teil eines menschenverachtenden Hasswerkes des Freiheitlichen Akademikerverbandes Salzburg. In einer Zeit, wo Länder unserer Erde von Krieg, Zerstörung und Hungersnöten geprägt sind, dermaßen menschenverachtend und rassistisch gegen Flüchtlinge zu mobilisieren, ist ein klares Zeichen von rechtsradikalem und rassistischem Gedankengut. Wie so oft fehlt der FPÖ einfach ein intaktes Autoimmunsystem gegen rechtsextremes Gedankengut.

Und, meine Damen und Herren – „sehr geehrte“ muss ich in diesem Kontext wirklich außer Acht lassen – auch die Demokratie hat ihre Grenzen! Und diese Grenzen sind vor allem dort zu finden, wo Menschenrechte missachtet, Hass geschürt und die Würde des Menschen angegriffen wird.

„Abzuschiebende haben keinen Anspruch auf Sozialhilfe und sind bis zu ihrer faktischen Abschiebung in Arbeitslagern unterzubringen“

Ich möchte den Freiheitlichen Akademikerverband daran erinnern, dass Arbeitslager Orte sind, an denen Menschen zur Zwangsarbeit festgehalten werden. Menschenverachtende Diktaturen, sei es aktuell in Nordkorea oder im Nationalsozialismus, führen Arbeitslager, in denen sie foltern und töten. Ein derartiges Gedankengut, das von Rechtsradikalismus und Rassismus kaum zu übertreffen ist, darf in unserer Zivilgesellschaft keinen Platz finden. Die „Freiheitliche Partei Österreichs“ distanzierte sich – erst aufgrund des medialen Drucks – in einer kurzen Reaktion, steht allerdings in einem direkten Naheverhältnis zum Freiheitlichen Akademikerverband. Einer der unzähligen Einzelfälle? Nein: Erst zu Jahresbeginn hat der Freiheitliche Klubobmann im Salzburger Gemeinderat, Andreas Reindl, an einer „Demonstration“ der „Identitären-Bewegung“, teilgenommen.