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„Augen zu und durch!“

NEOS-Klubobmann Christoph Starzer
NEOS-Klubobmann Christoph Starzer

Mit dieser Parole schloss in der Gemeinderatssitzung vom vergangenen Mittwoch der „Experte“ seinen Bericht zu den Kosten des geplanten Paracelsus-Bades.

Was er damit ausdrückte, heißt nichts anderes als:

  • hört endlich auf, Fragen zu stellen!
  • macht Euch auf Überraschungen gefasst!
  • der Bürgermeister und ich, wir machen das schon!

Für eine solche Aussage wird mit dem Geld der Steuerzahler, also mit unserem Geld, ein Fachmann aus Graz bezahlt.

Dass die gestrige Präsentation ein Mindestvolumen von 58 Mio. Euro auswies, und die „Mittelfristige Finanzplanung“, die dem Parteienübereinkommen zugrunde liegt, für das Badeprojekt „nur“ 55 Mio. Euro vorsieht, schien gestern außer uns NEOS niemanden zu interessieren.

Ebenso wenig interessierte, dass der „Experte“ sehr wohl auf mögliche Gesamtkosten von 72 Mio. Euro gekommen ist!

Aber so schwarz will man nicht sehen. Weil NEOS Baustadträtin Barbara Unterkofler auf diese Möglichkeit der Kostenentwicklung aufmerksam gemacht hatte, nahmen ihr die Old Boys unserer Stadtregierung den Vertretungsauftrag in der SIG im Handumdrehen weg.

Dass es auch in Graz „Experten“ gab, die jene Projekte begutachteten, die die Steirische Landeshauptstadt an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht hatten, will man hier offenbar nicht sehen.

Wir wünschen den Bürgern Salzburgs ein Wunder! Nämlich das Wunder, dass hier alles ganz anders ist als anderswo und anders, als beim Kongresshaus und beim Bahnhofsvorplatz… Allerdings fürchten wir, dass „Augen zu und durch!“ uns auf ein wunderfreies Badeprojekt vorbereiten soll.