Grüne Proteste gegen Padutsch

08. December 2018
Andreas Hertl

Die neue Salzburger Eichstrassenbrücke ist eröffnet, sie wurde von NEOS-Baustadtrat Lukas Rößlhuber für den Verkehr freigegeben. Mit Baukosten von 8 Millionen Euro ist die Brücke auf eine Lebensdauer von 100 Jahren ausgelegt.

Begleitet wurde die Eröffnungsfeier von einem Klingelprotest von Radfahrerinnen und Radfahrern, die unzufrieden sind, dass die Brücke keinen baulich getrennten Radweg hat. „Dabei hätten diese Demonstranten eigentlich beim grünen Bürgerlistenstadtrat Johann Padutsch klingeln müssen“, so NEOS-Klubobmann Andreas Hertl.

„Ins Ressort des Baustadtrates fällt zwar die erfolgreiche bauliche Ausführung – aber nicht die fehlende Planung, nicht die umstrittene Widmung und schon gar nicht das generelle Salzburger Verkehrschaos. Stadtrat Padutsch hätte ein Jahr lang Zeit gehabt, hier ein Konzept vorzulegen, es gibt aber keines. Dass Planungsstadtrat Padutsch erst im letzten Moment, zur Fertigstellung vorgeschlagen hat, auf einer 8 Millionen Euro-Autobrücke doch keine Autos fahren zu lassen, das sagt doch einiges über die Planung aus“, so Hertl.

Zu Padutsch‘ Ehrenrettung: Der sachliche Hauptgrund, dass sich auf der Brücke leider kein Radweg ausgeht, ist, dass die Anrainer keinen Meter Baugrund für einen Radweg hergeben wollten, und dass damit jeder Radweg im Nichts enden hätte müssen. Hertl: „Aber leider sind die sachlichen Argumente im grünen Klingelprotest gegen Padutsch akustisch untergegangen.“