Grippeimpfstoff jetzt bestellen!

26. May 2020
Sebastian Huber

Die Coronakrise hat Österreich noch immer fest im Griff. Trotzdem müssen schon jetzt die Augen auf die nächsten Herausforderungen im Gesundheitssystem gerichtet werden. Die letztjährige Grippesaison fiel besonders hart aus. In Salzburg erreichte die diesjährige Grippewelle im Februar ihren Höhepunkt.

Während zu Beginn der Grippewelle 2019/2020 der Großteil der Erkrankungen (rund 80 Prozent) von den Influenza-A-Viren A/H1N1 sowie A/H3N2 ausgelöst wurde, setzten sich ab Februar Influenza-B-Viren der Yamagata- und Victoria-Linie durch. Der verfügbare Vierfach-Impfstoff deckte jedoch alle Stämme relativ gut ab. Besonders stark betroffen waren in der Grippesaison 2019/2020 Kleinkinder, bedingt dadurch, dass die H3-Viren der Influenza A in den vergangenen drei Jahren kaum vorkamen. Es gab somit keine natürliche Immunisierung. Nur eine hohe Durchimpfungsrate bei Influenza kann zu weniger Grippeerkrankungen führen. Und nur so können ausreichend Spitalsressourcen für weitere mögliche Corona Erkrankungsfälle freigehalten werden. Wenn Influenza und Corona im kommenden Winter zusammentrifft, würde dies zur starken Gefährdung der Kapazitäten im Gesundheitssystem führen.

NEOS-Salzburg Gesundheitssprecher, Zweiter Präsident, Dr. Sebastian Huber - selbst niedergelassener Facharzt für Innere Medizin – sagt: „Aktuell beträgt die Durchimpfungsrate bei Grippe nicht einmal 10 Prozent. Ziel muss es sein, die Durchimpfungsrate der Bevölkerung zu erhöhen und die Menschen in Österreich mit ausreichend Grippeimpfstoff zu versorgen. Daher ist Bundesminister Rudi Anschober aufgefordert, sich ehestmöglich um die Beschaffung des Impfstoffes gegen Influenza zu kümmern. Bis jetzt ist das "Corona" bedingt noch nicht passiert. Auch sollte sich Anschober mittelfristig darum kümmern, mehr Impfstoff zu organisieren. Denn steigt die Durchimpfungsrate, so würde man auch in Österreich mehr Impfstoff benötigen."